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Biotopverbund aus der Perspektive kommunaler Akteure

Die Abbildung zeigt in Form eines Säulendiagramms die prozentuale Anzahl an Nennungen für fünf verschiedene Antwortmöglichkeiten auf die Frage „Wird der Biotopverbund derzeit innerhalb Ihres Kollegiums diskutiert?“, vergleichend für die Jahre 2021 und 2024. Die Säulen für die Jahre 2021 und 2024 wiederholen sich bei jeder Antwortmöglichkeit („überhaupt nicht“, „eher weniger“, „teils-teils“, „eher stark“ und „sehr stark“). Obwohl im Vergleich zu 2021 im Jahr 2024 mehr Befragte das Thema „eher stark“ oder „sehr stark“ diskutierten, gab in beiden Jahren die Mehrheit der Befragten an, sich nur „teils-teils“, „eher weniger“ oder „überhaupt nicht“ zum Thema untereinander auszutauschen.

Prozentuale Zustimmung der teilnehmenden kommunalen Akteure zu fünf Antwortmöglichkeiten, inwieweit das Thema Biotopverbund innerhalb des eigenen Kollegiums diskutiert wird; Ergebnisse der Online-Umfragen 2021 und 2024. Die Anzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den beiden Jahren ist in Klammern angegeben. (Grafik: Heinze et al. 2026)

Aus Ausgabe 8-2026 (erscheint im August 2026)

Biotopverbund – Herausforderungen und Chancen aus der Perspektive kommunaler Akteure

von Johannes Heinze, Anna-Maria Weber, Lena Hinz, Olaf Kühne, Heiko Schumacher und Corinna Jenal

Durch Erhalten, Aufwerten und Schaffen von Biotopverbünden soll aktiv dem Verlust von Biodiversität entgegengewirkt werden, indem Biotope wieder vernetzt werden und dadurch deren Fragmentierung reduziert wird. Um das Thema Biotopverbund bundesweit auf kommunaler Ebene bekannter zu machen und dauerhaft zu etablieren, wurden durch das Verbundprojekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt (BPBV) beispielhaft Maßnahmen umgesetzt und mit einer Informations- und Imagekampagne begleitet. Inwieweit kommunale Akteure erreicht wurden, was sie über das Thema Biotopverbund denken und welche Herausforderungen und Chancen sie diesbezüglich sehen, wurde mittels Online-Befragungen sowie bei Online- und Vor-Ort-Workshops ermittelt. In Hinblick auf die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Biotopverbundmaßnahmen wurden folgende Herausforderungen als besonders kritisch angesehen: die Bewältigung bürokratischer und rechtlicher Hürden, die als komplexe Verfahren und in Form bestehender gesetzlicher Vorschriften das Handeln einschränken, die mangelnde Ausstattung mit finanziellen und personellen Ressourcen sowie die Schaffung von Strukturen zur langfristigen Pflege der Biotope und Biotopverbünde. Trotz dieser strukturellen Schwierigkeiten sehen kommunale Akteure auch Chancen, über die Steigerung der Akzeptanz Projekte zum Biotopverbund erfolgreich umzusetzen. Hierfür wurden u. a. eine stärkere Vernetzung der beteiligten Akteure, die frühzeitige Einbindung der Bevölkerung, die Beteiligung geschulter ehrenamtlicher Personen sowie das Schaffen von Win-win-Situationen als erfolgssteigernd erachtet. Um eine noch breitere Akzeptanz und Beteiligung für den Biotopverbund in Kommunen und der gesamten Gesellschaft zu erreichen, besteht allerdings weiterhin ein hoher Bedarf an zielgruppenspezifischer Kommunikation, Überzeugungsarbeit und Wissensvermittlung.

DOI: 10.19217/NuL2026-08-02

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