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Citizen Science im Forschungsnetzwerk agroforst-monitoring

Das Diagramm zeigt drei nebeneinanderstehende Spalten, die jeweils eine Forschungssäule im Forschungsnetzwerk agroforst-monitoring darstellen. Sie sind beschriftet mit: „Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels“, „Erhalt der Artenvielfalt in der Kulturlandschaft“ und „Gesellschaftliche Einbettung der Landwirtschaft“. Darunter stehen die Namen von 17 Themen, zu denen im Forschungsnetzwerk agroforst-monitoring Citizen-Science-Methoden entwickelt wurden. Unter „Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels“ stehen die Themen „Baumentwicklung“, „Bodenphysik“, „Bodenchemie“, „Regenwürmer“, „Streuzersetzung“, „Verdunstung“ und „Ernteerträge“. Unter „Erhalt der Artenvielfalt in der Kulturlandschaft“ stehen die Themen „Brutvögel“, „Fledermäuse“, „Begleitflora“, „Schmetterlinge“, „Hummeln“, „Laufkäfer“ und „Bioblitze“. Unter „Gesellschaftliche Einbettung der Landwirtschaft“ stehen die Themen „Herausforderungen und Strategien“, „Regionalentwicklung“ und „Perspektiven der Lokalgruppen“.

Die drei Forschungssäulen mit 17 Themen, zu denen im Forschungsnetzwerk agroforst-monitoring Citizen-Science-Methoden entwickelt wurden. (Grafik: Binder, Middelanis 2025)

• Aus AUSGABE 8-2025

Grüne Reihe: Bericht

Fünf Lektionen zu Citizen Science – Einblicke in den Methodenkatalog des Forschungsnetzwerks agroforst-monitoring 

von Julia H. Binder und Thomas Middelanis

Citizen Science (CS; dt. Bürgerwissenschaft) ermöglicht die partizipative Forschung durch Laien, was zu einer breiteren Datenerhebung, einer Vielfalt von Methoden und einem besseren Verständnis ökologischer Prozesse führen kann. Das Autorenteam stellt wesentliche Ergebnisse zur Theorie der CS aus der einschlägigen Literatur vor. Auf Grundlage von Erfahrungen in der Projektleitung des CS-Forschungsnetzwerks agroforst-monitoring und der Kenntnis des wissenschaftlichen Diskurses über CS berichtet das Autorenteam über fünf Jahre angewandter Forschung und Netzwerkentwicklung sowie über den Austausch mit Befürworterinnen und Befürwortern sowie Kritikerinnen und Kritikern der CS. Vor dem Hintergrund eines vermeintlichen Trilemmas zwischen „Partizipation“, „Skalierbarkeit“ und „Datenqualität“ stellt der vorliegende Beitrag den Methodenkatalog von agroforst-monitoring vor, um aus der CS-Praxis zu berichten und Stellung zu den Vor- und Nachteilen der CS zu beziehen. Entlang der partizipativen Entwicklung des Methodenkatalogs konnten fünf Lektionen für die Arbeit in CS-Projekten abgeleitet werden, die sich auf verschiedene Schritte des Forschungsprozesses beziehen. Die Entwicklung von Forschungsfragen erfolgte in Zusammenarbeit mit interessierten Personen aus der Praxis und Agroforstplanung sowie mit Bürgerinnen und Bürgern. Zugleich erforderte die Methodenentwicklung kontinuierliche Anpassungen, um eine Standardisierung zu gewährleisten und Fehler zu reduzieren. Als wesentliche Voraussetzung für den Erfolg eines CS-Projekts wurde die Bedeutung intensiver Schulungen und fortwährenden Austausches zwischen Citizen Scientists und fachwissenschaftlicher Begleitung herausgearbeitet. Dieser Dialog kann sich auch methodisch widerspiegeln, um CS-Daten zu validieren oder deren Aussagekraft durch weitere Forschung zu erhöhen. Die Herausforderungen und Chancen neben den bekannten transformativen Potenzialen von CS werden anhand konkreter Beispiele aus dem Projekt diskutiert und zur Orientierung für weitere Forschung aufbereitet.

DOI: 10.19217/NuL2025-08-02

Lesen Sie von „Natur und Landschaft“ – im Rahmen von Green Open Access zum Teil kostenfrei – auch die Beiträge 

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