Der Rotmilan (Milvus milvus) ist eine Art, die in Deutschland immer wieder als Schlagopfer von Windenergieanlagen getötet wird. (Foto: Saskia Heß)
Das Nationale Artenhilfsprogramm – ein neues Förderinstrument für den Artenschutz in Zeiten der Energiewende
von Saskia Heß, Friedrich Waßmann und Sandra Balzer
Mit dem Nationalen Artenhilfsprogramm (nAHP) wurde im Jahr 2022 ein Förderprogramm des Bundes geschaffen, das den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland flankiert. Die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Rahmen des nAHP geförderten Projekte sollen zum dauerhaften Schutz insbesondere der vom Ausbau der erneuerbaren Energien betroffenen Arten und deren Lebensstätten beitragen bzw. deren Erhaltungszustände stabilisieren oder verbessern. Der Schwerpunkt der Projektförderung liegt auf der Umsetzung von Maßnahmen, die langfristig die Qualität und Vernetzung der Lebensräume der betroffenen Arten fördern. Zur Finanzierung des Programms stellt der Bund jährlich Mittel aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung. Hinzu kommen Zahlungen der Betreiberinnen und Betreiber von Anlagen, die der Erzeugung erneuerbarer Energien oder dem Ausbau der Stromnetzinfrastruktur dienen. Das nAHP ist antragsbasiert und ermöglicht unterschiedlichen Organisationen bis hin zu Kommunen die Einreichung von Projektskizzen bzw. Anträgen auf Projektförderung. Es zielt ab auf eine Zusammenarbeit von Akteuren über Landesgrenzen hinweg und unterstützt die Anstrengungen der Bundesländer zum Schutz von Arten. Zur Steuerung des Förderprogramms werden u. a. bundesweite Arten-Aktionspläne erstellt. Es ist vorgesehen, das Programm fortlaufend zu evaluieren.
DOI: 10.19217/NuL2026-09-05
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