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Ausmaß von Wildunfällen in Deutschland und Möglichkeiten der Vermeidung


Straßenüberquerungen von 32 mit Global-Positioning-System(GPS)-Halsband­sendern ausgestatteten Rehen im Tages- und Jahresverlauf während des Projekt­zeitraums (aus Brieger et al. 2019, verändert).

Aus Ausgabe 9/10-2022

Ausmaß von Wildunfällen in Deutschland und Möglichkeiten der Vermeidung

Von Falko Brieger und Britta van Dornick

Kollisionen zwischen Wildtieren und Fahrzeugen stellen weltweit einen signifikanten Mortalitätsfaktor dar und verursachen jährlich Schäden in Milliardenhöhe. 295.000 Wildunfälle stellten 2019 einen neuen Höchstwert in Deutschland dar, was sich auch in den Sachschäden mit 885 Mio. € widerspiegelt. Für eine zuverlässige und dauerhafte Wildunfallprävention ist bundesweit auf behördlicher Ebene eine einheitliche ­Dokumentation von Wildunfällen notwendig; aktuell variiert diese deutlich zwischen den Bundesländern. Gleichzeitig weisen Forschungsergebnisse auf die Notwendigkeit hin, mit Präventionsmaßnahmen gegen Wildunfälle auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer einzuwirken, anstatt das Wildtierverhalten zu steuern. In diesem Zusammenhang sollte der Blick auch auf landschaftsökologische Faktoren im Straßenumfeld geworfen werden, die auf das Verhalten von Tieren einwirken und somit Potenzial zur Vermeidung von Wildunfällen haben.

DOI: 10.19217/NuL2022-09-02

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