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Monitoring von Gefäßpflanzenarten auf den bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen


Quelle/Bild: Bruelheide et al. (2022): Vorschläge zur Einrichtung eines Monitorings der Gefäßpflanzen auf einer 1 Quadratkilometer großen bundesweit repräsentativen Stichprobenfläche (BRS-Fläche), illustriert an einem beliebigen Landschaftsausschnitt (hier am Beispiel von Kauppa in Sachsen).

Aus Ausgabe 6-2022

Mindestanforderungen an ein Monitoring von Gefäßpflanzenarten auf den bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen

Von Helge Bruelheide, Florian Jansen, Ute Jandt, Reinhard Klenke, Thomas Sperle, Volker Grescho, Aletta Bonn und Marten Winter

Der vorliegende Beitrag stellt grundsätzliche Anforderungen an ein künftiges Monitoringprogramm für Gefäßpflanzenarten in Deutschland auf den existierenden 1 km2 großen bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen (BRS-Flächen) zusammen. Konsequenzen der ursprünglich angewendeten Stratifizierung für das Erhebungsdesign werden evaluiert und Optionen für eine Beprobung mit permanenten oder nicht-permanenten Teilflächen oder Transekten dargestellt. Darauf aufbauend ergeben sich als Kernempfehlungen, die Beprobung auf Teilflächen durchzuführen und auf eine erneute Stratifizierung innerhalb der Stichprobenflächen zu verzichten. Die Teilflächen sollten permanent angelegt und nicht zu jedem Monitoringtermin erneut zufällig gewählt werden. Wir empfehlen, die Teilflächen als Quadrate und nicht als Transekte anzulegen. Zusätzlich sollten Vegetationsdauerflächen beprobt und Fernerkundungsdaten miteinbezogen werden. Mit einem so angelegten Monitoring wird es möglich sein, für ganz Deutschland repräsentative Aussagen zur Häufigkeit von Gefäßpflanzenarten und zur Veränderung dieser Häufigkeiten über die Zeit zu machen und daraus faktenbasierte Entscheidungsvorschläge für politisches Handeln und für die Naturschutzpraxis abzuleiten.

DOI: 10.19217/NuL2022-06-03

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