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Neue Arbeitshilfe Klima- und Artenschutz


Arbeitshilfe Artenschutz für die energetische Gebäudesanierung – Schwerpunkt Vögel (Quelle/Bild NABU RLP)

Arbeitshilfe: Klima- und Artenschutz gemeinsam voranbringen

Eine neue Publikation mit dem Titel „Arbeitshilfe Artenschutz für die energetische Gebäudesanierung – Schwerpunkt Vögel“ zeigt, wie sich Energiewende und Artenschutz in der Praxis miteinander vereinbaren lassen. Entstanden ist die Arbeitshilfe im Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „Energetische Sanierung und Artenschutz – Klima- und Artenschutz am Gebäude verknüpfen und gemeinsam voranbringen“ des NABU Rheinland-Pfalz (NABU RLP). Das Vorhaben wurde durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMUV) gefördert.
Die energetische Sanierung von Gebäuden ist für das Gelingen einer naturverträglichen Energiewende unverzichtbar. Gleichzeitig besteht durch Modernisierungsmaßnahmen die Gefahr, dass wichtige Brutplätze und Quartiere gefährdeter Tierarten verloren gehen. Werden Gebäude energetisch saniert, bietet das Chancen für den Klima- und Artenschutz, für Menschen und Tiere, etwa Schwalben, Mauersegler (Apus apus) und viele Fledermausarten. Denn das Angebot an Quartieren und Nistmöglichkeiten lässt sich im Zuge der Bauphase in vielen Fällen deutlich verbessern. Mit der Arbeitshilfe bietet der NABU RLP der Baubranche, Behörden, Hausbesitzerinnen und -besitzern sowie Akteuren des Naturschutzes ein hilfreiches Nachschlagewerk zur Verknüpfung von energetischer Sanierung und Artenschutz.
Die Arbeitshilfe geht u. a. der Frage nach, wie die notwendige Wärmedämmung erreicht werden kann, aber gleichzeitig wichtige Fortpflanzungs- und Ruhestätten von Mauerseglern, Haussperlingen (Passer domesticus) und weiteren Arten erhalten bleiben oder gar neue Quartiere geschaffen werden können. Das geht nur, wenn die Beteiligten aller Branchen zusammenarbeiten, denn die Sensibilisierung von Fachkräften und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ist hierbei essenziell. Im Rahmen des dreijährigen Projekts wurden zunächst vorhandene technische Lösungen sowie Publikationen zum Akzeptanzverhalten gebäudebewohnender Arten gesichtet und analysiert. Zusammen mit den Akteuren aus dem Bau- und Sanierungsbereich wurden die identifizierten Lösungsansätze auf ihre konkrete technische Umsetzbarkeit in Wärmedämmverbundsystemen überprüft. Darauf basierend wurden bspw. für Mauersegler, Mehlschwalbe (Delichon urbicum), Haussperling und Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) konkrete Maßnahmenvorschläge entwickelt, wie Nistmöglichkeiten im Zuge einer energetischen Gebäudesanierung zu gestalten sind.
Mit der Arbeitshilfe und der dazugehörigen handlicheren Broschüre für Hauseigentümerinnen und -eigentümer werden rechtliche Grundlagen, Informationen zu den betroffenen Arten sowie bautechnische Hinweise samt Bauzeichnungen übersichtlich zusammengefasst. Beide Publikationen stehen unter https://download.sanierung-artenschutz.de zum Download bereit und können auch als gedruckte Exemplare beim NABU Rheinland-Pfalz (E-Mail:
Kontakt@NABU-RLP.de) bestellt werden.


Quelle: BfN, NABU RLP