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Die Bedeutung des künftigen Torfabbaus für den Klimaschutz in Niedersachsen

Die Abbildung zeigt eine Karte vom Bundesland Niedersachsen. Darauf sind die Landkreise/Regionen, in denen Torfabbau stattfindet, mit ihren maximalen Laufzeiten der Genehmigungen markiert (Stand 2023). Diese Landkreise sind: Ammerland (Laufzeit bis 2040), Cuxhaven (2044), Emsland (2032), Gifhorn (2023), Grafschaft Bentheim (2035), Osnabrück (2042), Stade (2044) und die Region Hannover (unbefristet). In den Landkreisen Aurich, Diepholz, Leer, Nienburg/Weser, Oldenburg, Rotenburg, Vechta und Wesermarsch ist die maximale Laufzeit ihrer Torfabbaugenehmigungen unbekannt.

Maximale Laufzeiten der Genehmigungen für Torfabbau in den niedersächsischen Landkreisen (Stand Juni 2023). Zu den Landkreisen Aurich, Diepholz, Leer, Nienburg/Weser, Oldenburg, Rotenburg, Vechta und Wesermarsch sind keine Angaben vorhanden (graue Farbe). Die weiß gefärbten Landkreise umfassen sowohl Landkreise, für die keine Informationen zu Torfabbaugenehmigungen ermittelt werden konnten, als auch Landkreise, in denen niemals kommerzieller Torfabbau stattgefunden hat. (Karte: Thiemann et al. 2025)

• Aus Ausgabe 1-2026

Die Bedeutung des künftigen Torfabbaus für den Klimaschutz in Niedersachsen − Ergebnisse aus dem Projekt „Klimaschutz durch Moorschutz“

von Lara-Louise Thiemann, Stefanie Thiel und Matthias Schreiber

In Niedersachsen befinden sich deutschlandweit die mit Abstand meisten noch heute aktiven Torfabbaugebiete. Trotz der hohen Klimarelevanz von Mooren gibt es keine Daten zu den klimatischen Auswirkungen des anhaltenden Torfabbaus. Im Jahr 2022 startete daher das Umweltforum Osnabrücker Land e. V. eine landesweite Anfrage an die in Niedersachsen für Genehmigungen des Torfabbaus zuständigen Unteren Naturschutzbehörden. Die von den Behörden zur Verfügung gestellten Unterlagen und die Antworten der Niedersächsischen Landesregierung auf eine Große Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus dem Jahr 2021 geben einen Einblick in den Stand des derzeitigen sowie geplanten Torfabbaus in Niedersachsen. Auf dieser Grundlage ließen sich die mit dem geplanten Torfabbau verbundene CO2-Emissionen abschätzen. Aus einem Restvolumen von ca. 38 Mio. m³ Torf auf ca. 7.485 ha Fläche, das bis 2046 auf Grundlage bereits erteilter Genehmigungen abgebaut werden kann, können Emissionen in Höhe von knapp 10 Mio. t CO2 resultieren. Eine Vermeidung dieser Emissionen könnte ein zentraler Hebel sein, um die niedersächsischen Klimaziele hinsichtlich der jährlichen Reduktion von Emissionen aus kohlenstoffreichen Böden zu erreichen.

DOI: 10.19217/NuL2026-01-03

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Lesen Sie von „Natur und Landschaft“ – im Rahmen von Green Open Access zum Teil kostenfrei – auch die Beiträge 

  • „Das Naturschutzgroßprojekt Baar – eine Zwischenbilanz nach fünf Jahren Umsetzung“ von Röhl et al. in Ausgabe 11-2025,
  • „Praxistaugliche Lösungen für mehr Moor-Klimaschutz – gemeinsam mit Landnutzerinnen und Landnutzern“ von Stüber et al. in Ausgabe 3-2023 (kostenfrei) und
  • „Umsetzung und Ergebnisse des Naturschutzgroßprojekts 'Drömling/Sachsen-Anhalt'“ von Kausche, Scherfos in Ausgabe 1-2019.

Weitere interessante Fachbeiträge finden Sie über die Artikelrecherche.

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