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Die bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen

Die Abbildung zeigt eine Deutschlandkarte mit der räumlichen Verteilung der 21 Standorttypen nach Schröder und Schmidt (2001) in Deutschland. Die Gruppierung der 21 Einheiten zu 6 Standortregionen wird durch jeweils ähnliche Farbtöne dargestellt. In der Legende der Kartendarstellung sind die 21 Standorttypen mit unterschiedlichen Nummern versehen. Die 21 Standorttypen und die 6 Standortregionen sind entsprechend der naturräumlichen Bezeichnungen ihrer Hauptverbreitung benannt. Die Standortregion „Kontinentales Tiefland“ umfasst die Standorttypen 8 (Altmark, Prignitz und Uckermark), 18 (Brandenburger Jungmoränenlandschaft), 19 (Leipziger Tieflandsbucht) und 20 (Mecklenburger Seenplatte), die Standortregion „Atlantisches Tiefland“ umfasst die Standorttypen 22 (Ost- und Nordfriesische Marsch), 42 (Niedersächsische Geest, Westfälische Tieflandsbucht), 43 (Schleswig-Holsteinische Geest und Lüneburger Heide), 46 (Schleswig-Holsteinische und Mecklenburgische Jungmoränenlandschaft) und 47 (Niedersächsische Börden, Rheinland und Oberrheintal). Die Standortregion „Mittelgebirge, höhere Lagen“ umfasst die Standorttypen 12 (Hochlagen der kristallinen und paläozoischen Mittelgebirge) und 26 (Schwäbische Alb). Die Standortregion „Östliches Berg- und Hügelland“ umfasst die Standorttypen 30 (Sächsische Börden), 55 (Alpenvorland), 56 (Bayerisches Hügelland und Fränkisches Keuper-Lias-Land), 57 (Kristalline Mittelgebirge), 58 (Fränkische Alb), 118 (Lausitz und Thüringer Schiefergebirge) und 119 (Schotterterrassen des Alpenvorlands und Keuper-Bergland). Die Standortregion „Westliches Berg- und Hügelland“ umfasst die Standorttypen 62 (Rheinisches Schiefergebirge und südwestdeutsche Schichtstufenlandschaft und 63 (Schwäbisches Schichtstufenland). Die Standortregion „Alpen“ umfasst den Standorttyp 54 (Allgäu und Alpen).

Karte der 21 Standorttypen und sechs Standortregionen nach Schröder, Schmidt (2001), verändert nach Mitschke et al. (2005) in Deutschland (Quellen: Geofachdaten BfN 2004; Geobasisdaten © GeoBasis-DE/BKG 2015).

• Aus der Schwerpunktausgabe 3/4-2026 „Biodiversitätsmonitoring im Naturschutz“ (erscheint im Februar 2026) •

Die bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen als Instrument für ein Biodiversitätsmonitoring

von Armin Benzler, Caspar Jobsky, Melanie Mewes, Denise Munkelt, Joachim Saborowski, Christiane Schulz-Zunkel und Daniel Fuchs

Die bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen (SPF) stellen eine wichtige Basis für ein umfassendes nationales Biodiversitätsmonitoring der Gesamtlandschaft in Deutschland dar. Im Jahr 2004 wurden im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) für das Monitoring häufiger Brutvögel unter Koordination des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA) die heute vorliegenden SPF durch das Statistische Bundesamt (StBA) gezogen. Weitere Anwendung hat das Design der SPF seit 2009 im High-Nature-Value(HNV)-Farmland-Monitoring gefunden sowie nachfolgend auch beim Ökosystem-Monitoring und Insektenmonitoring (beide derzeit im Aufbau befindlich). Der vorliegende Artikel beschreibt das Stichprobendesign und das Verfahren der Stichprobenziehung und erläutert am Beispiel des HNV-Farmland-Monitorings die Anwendung der SPF, um Aussagen auf unterschiedlichen Betrachtungsskalen treffen zu können. Zwei Varianten der Schätzung mit unterschiedlichen Rechenwegen werden vorgestellt: der kombinierte Verhältnisschätzer sowie der modifizierte BfN-Schätzer. Mit Hilfe bundesweit vorliegender Fernerkundungsdaten kann beurteilt werden, wie gut die Hochrechnung auf Grundlage von Daten, die im HNV-Farmland-Monitoring auf den SPF erhoben wurden, die Realität für Gesamtdeutschland abbildet. Die Nutzung der SPF durch mehrere Programme des Biodiversitätsmonitorings lässt erwarten, dass zukünftig über die Erkenntnisse aus den einzelnen Monitoringprogrammen hinaus Synergien genutzt werden können und z. B. Hinweise auf Ursachen des Biodiversitätswandels gefunden werden. Dabei ist darauf zu achten, dass es nicht zur gegenseitigen Beeinträchtigung der Monitoringprogramme kommt und die Repräsentativität der SPF erhalten bleibt. So können nach dem Vorbild des Countryside Survey im Vereinigten Königreich die SPF als wichtiges Instrument für das nationale Biodiversitätsmonitoring genutzt werden.

DOI: 10.19217/NuL2026-03-02

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