Podarcis muralis nigriventris (Bonaparte, 1838), eine Unterart der Mauereidechse, in einer Gartensiedlung außerhalb des Stadtzentrums von Florenz innerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets. (Foto: Ulrich Schepp)
Die Mauereidechse Podarcis muralis (LAURENTI, 1768) in Deutschland – eine Positionierung zum „Enfant terrible“ des Artenschutzes
von Ulrich Schepp, Hans Christian Stotzem, Sandra Balzer und Timm Reinhardt
Podarcis muralis (LAURENTI, 1768), unsere heimische Mauereidechse, ist ein gesetzlich geschütztes, wichtiges Faunenelement der südwestdeutschen Kulturlandschaft. In jüngerer Zeit werden in einigen Gebieten Bestandszunahmen, in anderen Gebieten neue Populationen beobachtet. Dies ist sowohl Klimaveränderungen geschuldet, aber auch durch anthropogene Verschleppung und die Bereitstellung von Ausbreitungskorridoren (Verkehrswegen) bedingt. Das Auftreten augenscheinlich herkunftsfremder Exemplare oder Populationen wird von einigen Akteuren im Naturschutz kritisch und kontrovers diskutiert. Der vorliegende Beitrag gibt einen zusammenfassenden Überblick über gesetzliche Regelungen zum Schutz sowie die Ökologie und Taxonomie der Mauereidechse. Abschließend werden pragmatische Empfehlungen zum Umgang mit dieser schutzwürdigen Art aus Sicht der Autorin und der Autoren formuliert.
DOI: 10.19217/NuL2026-01-02
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