Bürgerbeteiligung bei einer Informationsmesse in der Gemeinde Börgerende-Rethwisch Ende Mai 2025. Poster zu Hintergründen, Planungsständen und möglichen Auswirkungen einer Wiedervernässung der Conventer Niederung (nördliches Mecklenburg, westlich von Rostock) werden durch Fachleute erläutert und mit den Anwesenden diskutiert. (Foto: Dietmar Mehl)
Empfehlungen für Partizipationsprozesse im Moorbodenschutz
von Dietmar Mehl, Timo Zeimet, Conny Mehl, Oliver Fried, Martin Enderle, Lena Herlitzius, Bianca Bendisch, Tobias Nitschke, Gianna Gremler und Heidrun Kleinert
Die Umsetzung von Moorbodenschutz und insbesondere die notwendige Wiedervernässung früherer Moore erfordern eine Einbeziehung bzw. Beteiligung regionaler Akteure, bei den größtenteils land- oder forstwirtschaftlich genutzten entwässerten Mooren v. a. der Eigentümerinnen und Eigentümer sowie der Nutzerinnen und Nutzer der Flächen. Partizipative Ansätze sind hierfür bedeutsam. Bislang ist die Thematik der Partizipation im Moorschutz in Deutschland wenig systematisch erforscht. Weiterhin bestehen Defizite in Hinblick auf spezielle Empfehlungen oder geeignete Praxisleitfäden. Auf Basis ihrer eigenen Erfahrungen geben die Autorinnen und Autoren Empfehlungen für Partizipationsprozesse, v. a. in Hinblick auf Vollständigkeit und Transparenz, Interessenlage, Zielstellungen, Formate und Neutralitätsgebote, umweltfachliche Anforderungen und Verfahrensfragen, Mitteleinsatz sowie Begleit- und Evaluationsforschung.
DOI: 10.19217/NuL2026-01-04
-------------------------------------------
Lesen Sie von „Natur und Landschaft“ – im Rahmen von Green Open Access zum Teil kostenfrei – auch die Beiträge
Weitere interessante Fachbeiträge finden Sie über die Artikelrecherche.