Erhaltungszustand und Gesamttrend der Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Arten und FFH-Lebensraumtypen (FFH-LRT) mit Vorkommen in den drei biogeografischen Regionen und zwei marinen Regionen Deutschlands. Die Vorkommen in den beiden marinen Regionen der Nord- und Ostsee wurden der atlantischen bzw. kontinentalen biogeografischen Region zugerechnet. Dargestellt sind die prozentualen Anteile der Erhaltungszustände a) der FFH-Arten und c) der FFH-LRT sowie der Gesamttrends b) der FFH-Arten und d) der FFH-LRT jeweils für die FFH-Berichte 2013, 2019 und 2025. Die absolute Anzahl der bewerteten Schutzgüter steht jeweils über den Säulen. Für eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse erfolgte die Berechnung des dargestellten Gesamttrends 2013 mit der Methode des FFH-Berichts 2019 (Müller et al. 2021). Für eine detaillierte Erläuterung der Legende der Erhaltungszustände siehe Kasten 1, S. 487. (Schaubild: Burger et al. 2026)
Ergebnisse des nationalen Berichts 2025 zu Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie
von Hannah Burger, Axel Ssymank, Götz Ellwanger, Mareike Vischer-Leopold, Christina Müller, Lisa Heermann, Wenke Frederking, Martin Koch, Pascal Aloisio, Henriette Beye, Marion Ersfeld, Isabelle Idilbi, Mirko Hauswirth, Kathrin Heinicke, Jochen Krause, Melanie Neukirchen, Ulrike Raths und Markus Röhling
Im Jahr 2025 wurde der fünfte Bericht Deutschlands zur Bewertung der Erhaltungszustände der Lebensraumtypen (LRT) und Arten nach Artikel 17 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (92/43/EWG, FFH-Richtlinie) an die Europäische Union (EU) übermittelt. Die Bewertungen zeigen im Vergleich zu vorangehenden Berichten weitere Verschlechterungen. Insgesamt zeigen nur 24 % der Bewertungen der Arten und 27 % der Lebensraumtypen (LRT) einen günstigen Erhaltungszustand. Es gibt hohe Anteile sich verschlechternder Gesamttrends. Besonders bedenklich ist der zunehmende Umfang ungünstiger Bewertungen der Erhaltungszustände der LRT in der kontinentalen biogeografischen Region Deutschlands. Wenngleich sich die Erhaltungszustände einiger Arten durch umfangreiche Maßnahmen des Naturschutzes verbessert haben, überwiegen die negativen Entwicklungen. Es zeigt sich, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen, um Beeinträchtigungen und Gefährdungen zu reduzieren bzw. zu unterbinden. Starke Gefährdungen gehen von einer intensiven Landnutzung mit hohen Stickstoff- und Pestizideinträgen aus, die auch Natura-2000-Gebiete belasten. Der FFH-Bericht 2025 dokumentiert den Status quo vor Inkrafttreten der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur und ist als Maßstab geeignet, künftig die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Wiederherstellung zu überprüfen.
DOI: 10.19217/NuL2026-11-02
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