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Erhaltung der Biodiversität in Schutzgebieten und Agrarwirtschaft in Westafrika

Die Abbildung zeigt eine Karte Westafrikas mit der aktuellen geographischen Verteilung von Städten und Schutzgebieten. Die einzelnen westafrikanischen Staaten sind farblich je nach Höhe des Klimarisikos (Climate Risk Index – CRI) markiert – von geringem bis zu hohem Risiko. Die Städte sind als Punkte unterschiedlicher Größe – ja nach Einwohnerzahl – dargestellt. Die Karte veranschaulicht, welche Regionen und Schutzgebieten besonders stark von klimabedingten Extremwetterereignissen wie Stürmen, Überschwemmungen und Hitzewellen betroffen sind. Die CRI-Daten stammen aus dem NatCatService von Munich Re (Eckstein et al. 2019; OECD, SWAC 2024; OpenStreetMap Contributors 2024; UNEP-WCMC, IUCN 2024).

Aktuelle Verteilung von Städten sowie Klimarisiken, denen die Schutzgebiete in Westafrika unterliegen. Der Climate Risk Index (CRI) ist ein globaler Index, der analysiert und bewertet, inwieweit Länder und Regionen von den Auswirkungen klimabedingter Extremwetterereignisse (Stürme, Überschwemmungen, Hitzewellen usw.) betroffen sind. Er basiert auf der Datenkollektion des Munich Re's NatCatService (Eckstein et al. 2019; OECD, SWAC 2024; OpenStreetMap Contributors 2024; UNEP-WCMC, IUCN 2024). (Karte: Otte et al. 2025)

• Aus der SCHWERPUNKTAUSGABE 9/10-2025 „AFRIKANISCHE SCHUTZGEBIETE UND IHRE HERAUSFORDERUNGEN“ •

Erhaltung der Biodiversität in Schutzgebieten und Agrarwirtschaft in Westafrika in Zeiten des Klimawandels

von Insa Otte, Badji Ousmane, Michael Thiel und Heiko Paeth

Dem Bericht über die menschliche Entwicklung 2020 des United Nations Development Programme (UNDP) folgend sind 13 von 15 Nationen Westafrikas der niedrigsten Entwicklungsstufe zuzuordnen. Mit dieser Situation gehen verringerte Anpassungskapazitäten einher hinsichtlich der Herausforderungen, die der Klimawandel in der Region mit sich bringen wird. Extreme Niederschlagsereignisse (Starkregen, aber auch längere Dürren) führen immer wieder zu einer verringerten Nahrungsmittelproduktion und damit zu Hungerperioden, die sich insbesondere zu Beginn der anstehenden Regenzeit einstellen. Das hohe Bevölkerungswachstum in der Region stellt dagegen zunehmende Anforderungen an die Nahrungsmittelversorgung. In vielen Regionen wird der Boden bereits so stark ausgebeutet, dass eine Regenerierung über die übliche Brache oft nicht mehr ausreichend ist. Gutes Ackerland wird zusehends knapp. Andererseits besteht eine verstärkte Schutzbedürftigkeit naturbelassener Flächen, die zudem von den Veränderungen des Klimas betroffen sind. Schlechtes Management der Schutzgebiete, fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung und die zunehmende Verknappung freier Flächen zur weit verbreiteten Selbstversorgung zwingen Menschen zur Nutzung von Gebieten, die für die Erhaltung der natürlichen Landschaft vorgesehen sind. Der vorliegende Beitrag präsentiert Karten als Ergebnis von Landnutzungsanalysen in Westafrika und zeigt raumzeitlich auf, welche Wechselwirkungen zwischen Landnutzung, Biodiversität und Klima bestehen.

DOI: 10.19217/NuL2025-09-04

Lesen Sie von „Natur und Landschaft“ – im Rahmen von Green Open Access zum Teil kostenfrei – auch die Beiträge 

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