Malaise-Falle auf einem blütenreichen Kalkmagerrasen im Naturschutzgebiet (NSG) Albeck bei Sulz am Neckar. (Foto: Raffaele Gamba/SMNS)
Vier Jahre Monitoring der Biomasse flugaktiver Insekten in Baden-Württemberg − Erfahrungen und erste Ergebnisse
von Ingo Wendt, Sonia Bigalk, Tobias Frenzel, Raffaele Gamba, Sebastian Görn, Michael Haas, Maura Haas-Renninger, Thomas Hörren, Hossein Rajaei, Martin Sorg, Florian Theves und Lars Krogmann
Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) wurde von der Landesregierung Baden-Württemberg im Rahmen des „Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ mit der Etablierung eines Insektenmonitorings im Offenland beauftragt. Vorgestellt wird der Baustein zur Erfassung der Biomasse flugaktiver Insekten („Biomasse – Luft“). Bei diesem werden seit 2018 insgesamt 40 Standorte in Baden-Württemberg mithilfe von Malaise-Fallen untersucht. Neben der Biomasse werden Wildbienen, die Vegetation im Umfeld der Fallen sowie eine Vielzahl weiterer Parameter − z. B. vorherrschende Biotoptypen, Niederschlagsmengen und Temperaturverläufe − erfasst und ausgewertet. Bislang ist bezüglich der Biomasse kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Naturschutzgebieten und der Normallandschaft nachweisbar. Auswertungen der gefangenen Wildbienen zeigen jedoch, dass der Artenreichtum und der Naturschutzwert der Artengemeinschaften dieser Gruppe in Naturschutzgebieten signifikant höher sind. Gründe dafür sind die dort noch häufiger anzutreffenden strukturreichen Lebensräume mit einer größeren Vielfalt an Blütenpflanzen. Die Ergebnisse werden diskutiert und weitere Projekte, die mit Proben aus dem Biomasse-Monitoring fliegender Insekten durchgeführt wurden, vorgestellt.
DOI: 10.19217/NuL2026-08-01
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