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Nashornwilderei im Kruger-Nationalpark

Die Abbildung zeigt ein mehrphasiges Wirtschaftsmodell zur Entwicklung einer Nashornpopulation. Es besteht aus der Einführungs-, Beteiligungs-, Wertschöpfungsketten-, Stagnations- und Niedergangsphase. Gezeigt werden auch die Abläufe nach Vernon (1966) und Butler (1980), die vier bzw. sechs Phasen unterscheiden. In allen Modellen folgt auf einen Anstieg eine Stagnation und schließlich ein Abfall der Größe der Nashornpopulation.

Mehrphasiges Wirtschaftsmodell zur Entwicklung einer Nashornpopulation, adaptiert nach dem International Product Lifecycle Model (Vernon 1966) und dem Tourism Area Life Cycle (Butler 1980). (Grafik: Green, Job 2025)

• Aus der SCHWERPUNKTAUSGABE 9/10-2025 „AFRIKANISCHE SCHUTZGEBIETE UND IHRE HERAUSFORDERUNGEN“ •

Nashornwilderei im Kruger-Nationalpark

von Nina Green und Hubert Job

Der Kruger-Nationalpark beherbergte 2008 insgesamt 11.000 Nashörner, heute sind es nur noch 2.000. Ab den 1960er-Jahren war der Bestand – insbesondere der des südlichen Breitmaulnashorns (Ceratotherium simum simum) – stark angewachsen, bevor ein deutlicher Rückgang besonders zwischen 2011 und 2022 einsetzte. Die vorliegende Studie zielt darauf ab, die Schutzmaßnahmen des Nationalparks aus institutionenökonomischer Perspektive zu untersuchen. Wachstum und Rückgang der Nashornpopulation im Kruger-Nationalpark werden analysiert, um die Parkverwaltung bei zukünftigen Managemententscheidungen zu unterstützen. Dabei wird eine historische Analyse der Jahrbücher des Parks durchgeführt, um Nashörner als natürliche Ressourcen zu betrachten und Wirtschaftsmodelle auf deren Populationsgröße anzuwenden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein Management der Nashörner als natürliches Gut und Wirtschaftsfaktor entscheidend sein könnte, um diese
Art dauerhaft zu schützen.

DOI: 10.19217/NuL2025-09-03

 

Lesen Sie von „Natur und Landschaft“ auch den Beitrag 

„Die Wildereikrise in Afrika: Ursachen, Konsequenzen und Lösungsansätze von Heurich, Heurich in Ausgabe 3-2018.

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