Naturschutz im Wald unter sich radikal ändernden Bedingungen: Vilmer Thesen zur ethischen Orientierung waldpolitischer Diskurse
von Konrad Ott, Simon P. Meisch, Jutta Stadler, Lieske Voget-Kleschin und Thomas Potthast
Der Beitrag präsentiert aus ethischer Perspektive Thesen für eine Transformation des Umgangs mit dem Wald in Deutschland mit dem Ziel der langfristigen Sicherung aller Ökosystemleistungen der Wälder. Es werden Ursachen für die unbefriedigenden Zustände der Wälder identifiziert und es wird dargelegt, dass eine erweiterte anthropozentrische Perspektive in Verbindung mit dem Konzept der Ökosystemleistungen gute Gründe für einen ökologischen Waldumbau im Klimawandel liefert. Dringend empfohlen wird, den Waldbau von ökonomischen Imperativen zu befreien. Eine wohlhabende Gesellschaft sollte sich eine solche Befreiung leisten, die entstehenden Kosten fair verteilen und Anreize für die Produktion von Ökosystemleistungen schaffen. Der strenge Naturschutz in den Wäldern sollte zudem ausgeweitet werden. Gesetzgebung und ein forstliches Ethos müssen einander ergänzen. Eine ethisch begründete Waldpolitik ist zugleich Sozialpolitik im demokratischen Staat
DOI: 10.19217/NuL2026-08-03
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