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Naturschutz und Energiewende – ein aktueller Überblick

Die Abbildung zeigt ein gestapeltes Säulendiagramm zur installierten Leistung erneuerbarer Energien in Deutschland in Gigawatt (GW) von 2005 bis 2025 sowie zu Ausbauzielen für die Jahre 2030, 2035 und 2045. Dargestellt sind die Energieträger „Photovoltaik“, „Windenergie an Land“, „Windenergie auf See“ und „Andere“. Die Gesamtleistung steigt von etwa 25 GW im Jahr 2005 auf rund 214 GW im Jahr 2025 und soll auf rund 391 GW im Jahr 2030, 537 GW im Jahr 2035 und 661 GW im Jahr 2045 wachsen. Dabei sollen die Anteile aus Photovoltaik und Windenergie stark zunehmen.

Installierte Leistung erneuerbarer Energien in Deutschland bis 2025 und Ausbauziele für erneuerbare Energien bis 2045. Eigene Grafik: installierte Leistung dargestellt auf Grundlage von Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat; UBA 2026), Stand: Februar 2026; für 2030, 2035 und 2045 festgelegte Ausbauziele dargestellt entsprechend der Vorgaben im Erneuerbare­Energien-Gesetz (EEG 2023) und Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG).

Aus der Schwerpunktausgabe 9/10-2026 „Naturschutz und erneuerbare Energien an Land“ 

Naturschutz und Energiewende – ein aktueller Überblick

von Kathrin Ammermann

In den letzten Jahren wurden in Deutschland weitreichende Weichenstellungen für einen erhöhten und beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien im Strombereich sowie der Energienetze vorgenommen, die auch bereits Wirkung zeigen. Der Beitrag gibt einen Überblick über relevante Regelungen zur Neujustierung der Schnittstelle zwischen Naturschutz und erneuerbaren Energien mit dem Ziel der Beschleunigung von Planung und Genehmigung, insbesondere für Windenergienutzung an Land. Auch für die Photovoltaik(PV)-Nutzung auf Freiflächen werden aktuelle Entwicklungen vorgestellt und aus Naturschutzsicht gewürdigt. Vor diesem Hintergrund erfolgt eine kurze Vorstellung und Einordnung der weiteren Beiträge der vorliegenden Schwerpunktausgabe, die einen räumlichen Monitoringansatz zum Ausbau der erneuerbaren Energien, den neuen Rechtsrahmen, eine Einschätzung dazu aus der Planungspraxis und das neu etablierte nationale Artenhilfsprogramm behandeln. Beispielhaft werden Ansätze zum Umgang mit aktuellen Herausforderungen aufgezeigt: zur Datenfrage für planungsrelevante Arten im Zuge einer aktuellen Regionalplanung, zu Schutzmaßnahmen an Windenergieanlagen für bestimmte Vogelarten (Antikollisionssysteme), zur Ausgestaltung von Solaranlagen durch biodiversitätsfördernde Maßnahmen sowie zu Möglichkeiten einer Mehrfachnutzung von Flächen, z. B. durch so genannte Moor-PV-Anlagen. Die zahlreichen Herausforderungen einer naturverträglichen Gestaltung der Energiewende werden beschrieben und Vorschläge zu deren Bewältigung vorgestellt.

DOI: 10.19217/NuL2026-09-01

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