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Rangerinnen und Ranger in Deutschland: Status quo und Empfehlungen

Die Abbildung zeigt in Form von Säulen- und Kreisdiagrammen die Geschlechterverteilung und Altersstruktur hauptberuflicher Rangerinnen und Ranger in Deutschland nach Schutzgebietskategorien (Nationalparke, Biosphärenreservate, Naturparke, sonstige Schutzgebiete/Institutionen) im Jahr 2023. Die Kreisdiagramme zeigen die Geschlechterverteilung nach männlichen Rangern und weiblichen Rangerinnen, die Säulendiagramme die Altersstruktur (< 30 Jahre, 30 – 39 Jahre, 40 – 49 Jahre, 50 – 59 Jahre und ≥ 60 Jahre). Die Abbildung zeigt, dass der Männeranteil insgesamt deutlich überwiegt, während zugleich Unterschiede zwischen den Schutzgebietskategorien erkennbar sind. Zudem konzentriert sich die Mehrheit der Beschäftigten in allen Schutzgebietskategorien in den Altersgruppen zwischen 30 und 60 Jahren.

Geschlechterverteilung und Altersstruktur der hauptberuflichen Rangerinnen und Ranger in Deutschland je Schutzgebietskate­gorie im Jahr 2023; n = 660 (verändert nach Kloiber et al. 2025: 36).

• Aus Ausgabe 2-2026 (erscheint im Februar 2026) •

Rangerinnen und Ranger in Deutschland: Status quo und Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Schutzgebietsbetreuung

von Erik Aschenbrand, Lena Stumpf, Judith Kloiber und Britta Schmidt

Vor dem Hintergrund globaler Umweltveränderungen gewinnt die professionelle Schutzgebietsbetreuung durch Rangerinnen und Ranger zunehmend an Bedeutung. Sie ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Umsetzung nationaler und internationaler Naturschutzziele. Ziel des Beitrags ist es, einen Überblick über die aktuelle Situation der Schutzgebietsbetreuung in Deutschland zu geben und erste Impulse zu setzen für die inhaltliche Präzisierung sowie Weiterentwicklung der Qualitätsstandards, die durch die Dachverbände Nationale Naturlandschaften e. V. und Verband Deutscher Naturparke e. V. sowie durch das deutsche MAB-Nationalkomitee (MAB = „Der Mensch und die Biosphäre“) erarbeitet wurden. Die Analyse zeigt eine fortschreitende Professionalisierung: Die Zahl hauptamtlich Beschäftigter nimmt zu und das Aufgabenprofil erweitert sich u. a. hinsichtlich der Anwendung digitaler Erfassungsmethoden oder steigender didaktischer Anforderungen an Bildungsarbeit und Besucherservice. Während Nationalparke auf etablierte Strukturen zurückgreifen, entstehen in Naturparken und außerhalb der Nationalen Naturlandschaften neue, innovative Betreuungskonzepte. Gleichzeitig bestehen deutliche Unterschiede zwischen Bundesländern und Schutzgebietskategorien. Vor diesem Hintergrund wird der Bedarf an strukturellen und qualitativen Verbesserungen in der Gebietsbetreuung deutlich. Die bestehenden Qualitätskriterien reichen nicht aus, um eine bundesweit einheitlich hochwertige Schutzgebietsbetreuung sicherzustellen. Erforderlich sind insbesondere eine strategische Personalentwicklung sowie die Definition eines einheitlichen Mindestanforderungsprofils für das Berufsbild von Rangerinnen und Rangern. Interdisziplinär besetzte Teams mit berufspraktisch und akademisch qualifiziertem Personal gelten dabei als besonders leistungsfähig. Die im Beitrag formulierten vorläufigen Empfehlungen geben praxisnahe Impulse für die Weiterentwicklung von Qualitätskriterien – als Grundlage für eine flächendeckend wirksame, umfassende und zukunftsfähige Schutzgebietsbetreuung in Deutschland.

DOI: 10.19217/NuL2026-02-01

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