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Tagfaltergemeinschaften auf Weiden und Standortübungsplätzen im Münsterland

Das Foto zeigt zwei Exemplare des Schachbrettfalters, die auf einem Blütenstand des Echten Dosts sitzen.

Schachbrettfalter (Melanargia galathea) auf Echtem Dost (Origanum vulgare) auf dem Standortübungsplatz „Dorbaum“ im Münsterland. (Foto: Laura Kurowski)

• Aus AUSGABE 12-2025

Tagfaltergemeinschaften auf extensiven Ganzjahresweiden und Standortübungsplätzen im Münsterland

von Laura Kurowski, Patrick Günner, Anuschka Tecker und Christian Göcking

Der Rückgang der Artenvielfalt ist auf globaler bis lokaler Ebene vielfach belegt. Insbesondere Arten des Offenlandes sind hiervon betroffen. Die Auswertung historischer und aktueller Daten zum Vorkommen von Arten der Tagfalter und Widderchen (im Folgenden kurz „Tagfalter“ genannt) im Raum Münster zeigt einen Rückgang um 38 % seit 1900. Vor diesem Hintergrund wurden die Tagfalter auf fünf extensiven Ganzjahresweiden und zwei Standortübungsplätzen (SÜP) im Münsterland untersucht. Entlang standardisierter Transekte erfolgte die Erfassung der Tagfalterdiversität und -abundanz sowie verschiedener Habitatparameter. Insgesamt konnten 32 Arten in den Untersuchungsgebieten nachgewiesen werden, die höchste Gesamtartenzahl bei gleichzeitig geringster Individuenzahl zeigte sich auf dem SÜP „Dorbaum“. Trotz der vergleichsweise kleinen Flächen wiesen die Weidelandschaften ein breites Artenspektrum auf, die Arten- und Individuenzahlen der Transektzählungen waren hier im Vergleich zu den SÜP signifikant höher. Die Datenauswertung und Diskussion ergab, dass für Tagfalter eine über die gesamte Vegetationsperiode hohe Blütendeckung, eine hohe Strukturvielfalt, blütenreiche Saumstrukturen, ein natürliches Störungsregime sowie Brachestadien essenziell sind. Auf Grundlage dieser Ergebnisse werden Schutzmaßnahmen für die Untersuchungsgebiete diskutiert.

DOI: 10.19217/NuL2025-12-01

Lesen Sie von „Natur und Landschaft“ – im Rahmen von Green Open Access zum Teil kostenfrei – auch die Beiträge 

  • „Das Naturschutzgroßprojekt Baar – eine Zwischenbilanz nach fünf Jahren Umsetzung von Röhl et al. in Ausgabe 11-2025,
  • Von der Entstehung urbaner Wildnis: Erkenntnisse aus dem Projekt „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“ am Beispiel des Monte Scherbelino in Frankfurt am Main von Hartmanshenn in Ausgabe 1-2024 (kostenfrei) und
  • „Analyse der bundesweiten Roten Listen zum Rückgang der Insekten in Deutschland von Ries et al. in der Schwerpunktausgabe 6/7-2019 „Rückgang der Insektenvielfalt“.

Weitere interessante Fachbeiträge finden Sie über die Artikelrecherche.

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