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Umfrage zeigt, wie Kinder Erwachsene zum Klimaschutz bewegen


Aira Cleaner Future Artwork der Künstlerin Emily Birch. (Grafik: Emily Birsch)

Anlässlich des Weltumwelttags am 5. Juni zeigt eine neue europaweite Umfrage des Clean-Energy-Tech-Unternehmens Aira: Kinder und Jugendliche sind nicht nur selbst engagiert beim Klimaschutz – sie inspirieren und beeinflussen auch aktiv Erwachsene. Die Umfrage basiert auf Befragungen sowohl junger Menschen (im Alter zwischen 7 bis 15 Jahren) als auch Erwachsener und erlaubt dadurch einen differenzierten Blick auf generationenübergreifende Einstellungen. 75 Prozent der jungen Menschen in Deutschland glauben, dass ihr Verhalten einen Unterschied macht und 64 Prozent glauben, dass sie selbst einen positiven Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten können.

Jeder dritte junge Mensch motiviert Erwachsene wöchentlich zum klimafreundlichen Handeln

Die Umfrage macht deutlich: Die Generation von morgen handelt bereits heute. 33 Prozent der jungen Menschen motivieren Erwachsene mindestens einmal pro Woche aktiv dazu, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen. 55 Prozent glauben, Erwachsene zu umweltfreundlichem Verhalten bewegen zu können. Bemerkenswert: 35 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen fordern – trotz ihres jungen Alters – bereits konkrete politische Maßnahmen zum Schutz unseres Planeten.

  • Dabei stehen Zugang und Bezahlbarkeit im Vordergrund: 57 Prozent wünschen sich günstigere nachhaltige Produkte, 41 Prozent fordern niedrigere Kosten für umweltfreundliches Heizen – ein klarer Hinweis darauf, dass selbst die jüngsten Mitglieder eines Haushalts sich wirkungsvoller Klimaschutzmaßnahmen und ihrer finanziellen Konsequenzen bewusst sind.
  • Junge Menschen fordern nicht nur, sondern werden im Rahmen ihrer Mittel auch schon selbst aktiv beim Klimaschutz: 69 Prozent recyceln regelmäßig, 52 Prozent schalten bewusst das Licht aus und 46 Prozent verbrauchen weniger Wasser. Auch wenn es sich dabei um kleine alltägliche Maßnahmen handelt, zeigen sie ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein.
  • Bei der Frage nach der Motivation für ein nachhaltigeres Leben zeigt sich: 32 Prozent werden vor allem von anderen jungen Menschen inspiriert, nur 7 Prozent von Erwachsenen. Diese Peer-Dynamik spiegelt sich auch in den bevorzugten Informationsquellen wider: 65 Prozent lernen am meisten über Klimawandel und Umweltschutz in der Schule, immerhin 43 Prozent nennen hier auch ihre Eltern, 39 Prozent YouTube und 21 Prozent TikTok als wichtige Lernorte.
  • Tatsächlich treten viele junge Menschen inzwischen selbst als Aufklärerinnen und Aufklärer auf: 55 Prozent sagen, dass sie Erwachsene zu umweltfreundlichem Verhalten bewegen können. Diese Zahlen zeigen: Kinder und Jugendliche sind aktive Multiplikatoren für klimafreundliches Handeln in ihrem Umfeld.

Erwachsene hin- und hergerissen zwischen Bewusstsein und Blockade

Auch die erwachsenen Befragten setzen sich mit dem Klimaschutz auseinander – jedoch häufig aus einer ambivalenten Haltung heraus. Während sich 27 Prozent optimistisch angesichts des Klimawandels zeigen, verspüren 23 Prozent Angst, 25 Prozent äußern Frustration über das fehlende systemische Handeln. Diese Erkenntnisse verdeutlichen den Bedarf an mehr Unterstützung und Orientierung auf dem Weg in eine saubere Zukunft.

  • Das zeigt sich auch beim Blick auf konkrete Maßnahmen: Mit Blick auf die kommenden zehn Jahre erwartet ein Großteil der Erwachsenen, dass saubere Technologien wie Solaranlagen (48 Prozent) und Wärmepumpen (39 Prozent) zur Norm werden – doch 37 Prozent sehen in den Kosten die größte Hürde.
  • Allgemein zeigt sich in Deutschland: Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand. Sparen ist bei den deutschen Erwachsenen die ausschlaggebendste Motivation für nachhaltiges Verhalten – noch vor dem Wunsch, die Lebensqualität künftiger Generationen zu verbessern. 41 Prozent nennen Kosteneinsparung als Hauptantrieb, 39 Prozent wollen einen positiven Einfluss auf den Planeten haben, 32 Prozent motiviert der Blick auf kommende Generationen.

Zur Methodik

Die Online-Umfrage wurde vom Institut Walr im Zeitraum vom 30. April bis 13. Mai 2025 durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 7.000 Personen in fünf europäischen Ländern – Großbritannien, Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich – jeweils 1.500 pro Land, aufgeteilt in Erwachsene (18+) und Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren. Die Stichproben in jedem Land waren national repräsentativ hinsichtlich Geschlecht, Alter und Region.

AIRA

 

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