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Waldbrandvorbeugung in Deutschland – Status quo und Empfehlungen

Foto 2a zeigt einen nicht bewaldeten Waldbrandriegel, auf dem Besenheide (Calluna vulgaris), Besenginster (Cytisus scoparius) und Waldkiefer (Pinus sylvestris) als Pionierpflanzen spontan aufgewachsen sind. Das Foto 2b zeigt eine ehemalige Waldbrandfläche mit Naturverjüngung von Zitterpappel (Populus tremula)

Konkurrenzschwache Pflanzen wie a) Besenheide (Calluna vulgaris), Besenginster (Cytisus scoparius), Waldkiefer (Pinus sylvestris) und b) Zitterpappel (Populus tremula) besiedeln in Brandenburg sehr schnell Waldbrandflächen. (Quelle: Professur Waldschutz, Technische Universität Dresden)

Aus der Schwerpunktausgabe 7-2026 „Waldbrände in Deutschland“

Grüne Reihe: Bericht

Waldbrandvorbeugung in Deutschland – Status quo und Empfehlungen

von Michael Gunter Müller

Waldbrände haben in Deutschland in der natürlichen Waldentwicklung keine Bedeutung. Auf Grund der negativen Auswirkungen von Waldbränden auf die Umwelt gilt es, diese zu vermeiden oder schnellstmöglich zu stoppen, was gleichzeitig der naturnahen Waldentwicklung und dem Naturschutz dient. Waldentwicklung und Waldbewirtschaftung haben zusammen mit technischen Lösungen zur Waldbrandvermeidung und Waldbrandüberwachung in den letzten Jahrzehnten eine allgemeine Abnahme des Waldbrandgeschehens bewirkt. Im aktuell erreichten, niedrigen Waldbrandniveau in Deutschland gelingt es in 99 % aller Fälle, die Brände innerhalb von 10 min zu orten, 15 min nach Alarmierung die Brandbekämpfung aufzunehmen und die Brandflächen nach spätestes zwei Stunden auf eine Fläche von maximal einem Hektar zu begrenzen. Es bestehen gute Chancen, dieses Niveau auch bei Waldveränderungen infolge des Klimawandels halten zu können. Ausnahmen gibt es v. a. auf Kampfmittelverdachtsflächen und Bergbaufolgelandschaften, weil die Brandbekämpfung dort durch große Sicherheitsabstände oder Verbote eingeschränkt oder unmöglich ist. Hier gilt es, bewährte Waldbrandvorbeugung umzusetzen bzw. neue Lösungen für die Waldbrandbekämpfung zu entwickeln.

DOI: 10.19217/NuL2026-07-04

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Lesen Sie von „Natur und Landschaft“ – im Rahmen von Green Open Access zum Teil kostenfrei – auch die Beiträge 

  • Aktuelle Politikfenster für mehr Naturschutz im Wald von Thomas, Hubo (kostenfrei) in Ausgabe 8-2025 und
  • „´Festungen im Walde` – Der Schutz von Habitatbäumen im 19. Jahrhundert von Mölder et al. in Ausgabe 7-2017.

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