Wann?
Dienstag, 6. Oktober und Mittwoch, 7. Oktober 2026
Wo?
Brüssel (Belgien)
Was?
Die englischsprachige Fachkonferenz „Fit for Biodiversity – Solutions for the Agri-Food Sector“ bringt Entscheidungsträger:innen aus Lebensmittelwirtschaft, Politik, Landwirtschaft, Standardisierungsorganisationen, NGOs, Wissenschaft und sektorübergreifenden Initiativen zusammen. Ziel ist es, praxisnahe Lösungen vorzustellen und den Austausch über wirksame Strategien für mehr Biodiversität entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu fördern.
„Der Schutz der biologischen Vielfalt ist eine zentrale Voraussetzung für resiliente Agrar- und Ernährungssysteme. Gleichzeitig stehen Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe vor der Herausforderung, neue regulatorische Anforderungen umzusetzen und wirksame Maßnahmen zu entwickeln. Die Konferenz bietet Orientierung und konkrete Lösungsansätze“, erklärt Stephanie Finkbeiner, Chief Sustainability Officer bei EDEKA und Mitglied des Vorstands von Food for Biodiversity.
Im Mittelpunkt der Konferenz stehen sechs zentrale Themenfelder:
• Bewährte Praktiken für Biodiversität in agrarischen Lieferketten
• Biodiversitätsbewertungen entlang der Wertschöpfungskette
• Biodiversitätszertifikate und Biodiversitäts-Credits
• Anreizmodelle für biodiversitätsfreundliche Landwirtschaft
• Glaubwürdige Kommunikation von Biodiversitätsmaßnahmen
• Aktuelle politische und rechtliche Rahmenbedingungen
Neben Fachvorträgen und Diskussionsrunden bietet die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum Networking und zum Austausch von Erfahrungen zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Praxis.
Intensiver Austausch mit internationalen Expert:innen
Für nachweisbare Wirkung braucht es zukunftsfähige technische Lösungen. Simon Pena Perreira (GRAS) und Max Meister (NABU) beleuchten Methoden und technologische Fortschritte, die die Überwachung der biologischen Vielfalt grundlegend verändern. Sie stellen innovative Instrumente vor – von der Fernerkundung bis hin zur Genanalyse –, die darauf abzielen, unser Verständnis von Ökosystemen in unterschiedlichen Landschaften zu vertiefen und deren Entwicklung besser nachzuverfolgen.
Sanne Dekker (FrieslandCampina), Bianca Meßmer und Mia Glammeier (Bodensee-Stiftung) befassen sich mit der Frage, wie Verpflichtungen zum Schutz der biologischen Vielfalt in unternehmerische Widerstandsfähigkeit durch Anreizsysteme umgewandelt werden können. Mit einem praktischen Leitfaden, einer Fallstudie und einem interaktiven Workshop zur Erforschung und kritischen Bewertung wirksamer Gestaltungsansätze.
Wie lässt sich das Thema Biodiversität Verbrauchern und der breiten Öffentlichkeit wirkungsvoll vermitteln? Mit dem Fokus auf externe Kommunikation kommen Expert:innen aus den Bereichen Regulierung und Marktforschung zusammen. Lucia Scharl (Rechtsexpertin für die EmpCo) und Dr. Ulrike Eberle (Corsus Research) zeigen anhand praktischer Einblicke und Beispiele, was funktioniert und was den Vorschriften entspricht. In einem interaktiven Austausch werden zentrale Herausforderungen und bewährte Verfahren erörtert.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung auf der Konferenzwebsite
Veranstalter: Global Nature Fund