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Biodiversitätsforschung und -praxis in Städten

Quelle/Bild: URBIO 2014

Aus Heft 11-2015

♦ Grüne Reihe ♦

Wissenstransfer zwischen Biodiversitätsforschung und -praxis in Städten muss beschleunigt werden

Von Norbert Müller und Martin Kümmerling

Vor dem Hintergrund des raschen Wachstums von Städten und der negativen Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen wurde auf der 9. Vertragsstaatenkonferenz (Bonn 2008) der Biodiversitätskonvention die Arbeitsgruppe „Global Partnership on Cities and Subnational Action for Biodiversity“ ins Leben gerufen. Diese Arbeitsgruppe umfasst UN Institutionen (z. B. UNESCO), Nichtregierungsorganisationen (ICLEI, IUCN), wissenschaftliche Netzwerke (z. B. URBIO) sowie Stadt- und Staatenvertretungen (z. B. Bonn und Aichi-Prefecture-Japan).

Um Städte und Staaten bei ihren Anstrengungen zur Sicherung der Biodiversität und ihrer Dienstleistungen zu unterstützen, hat die Arbeitsgruppe verschiedene Instrumente seit 2008 entwickelt, die in diesem Beitrag kurz vorgestellt werden. Dabei hat sich gezeigt, dass der Wissenstransfer zwischen Biodiversitätsforschung und Praxis beschleunigt und das bestehende Wissen den Kommunen besser zugänglich gemacht werden muss. Dazu wurde auf der 12. Vertragsstaatenkonferenz (Korea 2014) ein neues Programm, die „Global Research Agenda on Urban Biodiversity, Ecosystem Services and Design“ initiiert.