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Aktuelle Aspekte des Artenschutzes bei Eingriffsplanungen

Quelle/Bild: © Thomas Kaiser.

Aus der Schwerpunktausgabe 8-2018
"Prüfinstrumente im Naturschutz. Novellen, Rechtsprechung und Handhabung in der Praxis"

Aktuelle Aspekte des Artenschutzes bei Eingriffsplanungen

Von Thomas Kaiser

Nach gut zehn Jahren Umsetzungspraxis hat sich die Bewältigung des Artenschutzrechts bei Eingriffsplanungen in Deutschland fachlich und rechtlich in gewissem Umfang gefestigt. Die Auswertung der bisherigen Rechtsprechung und der gängigen Praxis zeigt, dass bei der Fokussierung der Bestandsaufnahmen auf europäisch geschützte Arten darauf zu achten ist, dass dieses nicht zu Lasten einer ­sachgerechten Anwendung der Eingriffsregelung geht. Eine Prüfung der Betroffenheit von Allerweltsvogelarten nach Habitatgilden ist bei einer artenschutzrechtlichen Prüfung im Regelfall ausreichend. Das Tötungsverbot findet seine Grenzen im allgemeinen Lebensrisiko einer Art, das sich mit Hilfe des Mortalitäts-Gefährdungs-Index operationalisieren lässt. Artenschutzrechtliche Störungsverbotstatbestände lassen sich vielfach vermeiden, beim Lebensstättenschutz kommt darüber hinaus vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen eine hohe Bedeutung zu. Das Ergreifen funktionserhaltender Maßnahmen entbindet von einer fachlich kaum zu leistenden Beurteilung der Verschlechterung des Erhaltungszustands der Populationen einer Art.

DOI: 10.17433/8.2018.50153607.365-370


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1.8.2018