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Artenhilfsmaßnahmen für gefährdete Wildflussarten – eine Potenzialstudie an den bayerischen Alpenflüssen anhand von vier Beispielarten

Quelle/Bild: © Grafik: Woellner et al. 2019. Geobasisdaten: Bayerische Vermessungsverwaltung.

Aus Ausgabe 12-2019

Romy Woellner, Norbert Müller, Michael Reich, Thomas C. Wagner und Johannes Kollmann

Die Alpenflüsse und ihre Auen gehören zu den gefährdetsten Ökosystemen in Europa. Sie beherbergen eine große Zahl spezialisierter und gefährdeter Wildflussarten. Deren Schutz und Wiederansiedlung ist Teil des aktuellen Projekts „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“ aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Ziel des vorliegenden Teilprojekts war eine Potenzialabschätzung zur Notwendigkeit und Umsetzbarkeit gezielter Artenschutzmaßnahmen für die Wildflussarten Zwerg-Rohrkolben (Typha minima), Deutsche Tamariske (Myricaria germanica), Ufer-Reitgras (Calamagrostis pseudophragmites) und Starkbeborstete Sklavenameise (Formica selysi). Schwerpunktmäßig wurde die aktuelle Bestandssituation der Arten innerhalb der Projektregion in Südbayern erfasst. Außerdem wurden Empfehlungen für den Schutz der Wildflussarten abgeleitet: So ist eine wichtige Voraussetzung für weitere Hilfsmaßnahmen zum Schutz der vier Arten die Wiederherstellung geeigneter Habitate. Deren Verfügbarkeit ist der entscheidende Faktor für die Neu- oder Wiederbesiedlung von Gewässerabschnitten.

Alpenflüsse – Artenschutz – Renaturierung – Flussdynamik – Wildflussarten – Wiederansiedlung

DOI: 10.17433/12.2019.50153753.509-516

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02.12.2019