Natur und Landschaft

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Auswirkungen atmosphärischer Stickstoffeinträge auf magere Flachland-Mähwiesen in Baden-Württemberg

Quelle/Bild: © Andreas Lehmann

Aus Ausgabe 2-2020

Sina Kukowski, Paul Schmidt, Hans-Peter Piepho, Markus Röhl, Hans-Karl Hauffe und Thilo Streck

Atmosphärische Stickstoffeinträge in naturnahe Ökosysteme stellen für Lebensraumtypen (LRT) der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) eine Gefährdung dar. Auch der Erhaltungsgrad der artenreichen, in Südwestdeutschland weit verbreiteten mageren Flachland-Mähwiesen (LRT 6510) hat sich verschlechtert. Ursachen hierfür können Bewirtschaftungsaspekte (z. B. Düngung), aber auch atmosphärische (atm.) Immissionen sein. Die in diesem Beitrag vorgestellte Studie untersucht (1) den Zusammenhang zwischen Erhaltungsgrad des LRT 6510 und Artengruppen (Stickstoffzeiger, Magerkeitszeiger) anhand modellierter atm. Ammoniak-(NH3-)Konzentrationen und (2) den Einfluss von Standortfaktoren auf diese Artengruppen. Artenzusammensetzung, relevante Standortfaktoren und modellierte Stickstoffdaten von 10?006 Kartiereinheiten des LRT 6510 wurden mittels Generalisierter Linearer Modelle (GLM) analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass (1) mit zunehmender atm. NH3-Konzentration die Anzahl an Magerkeitszeigern abnimmt und die Anzahl an Stickstoffzeigern zunimmt und (2) der Einfluss der Standortfaktoren auf die untersuchten Artengruppen mit diesem Ansatz nur eingeschränkt nachweisbar ist.

NH3-Konzentration – Stickstoffzeiger – Magerkeitszeiger – Mähwiesen – Erhaltungsgrad

DOI: 10.17433/2.2020.50153773.58-67

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1.2.2020