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Auswirkungen von Kompensationsmaßnahmen auf Landschaftsbild und Erholungswert

Quelle/Bild: Caroline Fischer. Bild "Nach der Maßnahme" einer beispielhaften Bildreihe für den Maßnahmentyp „Anlage einer Streuobstwiese“.

Aus Ausgabe 5-2021

Auswirkungen von Kompensationsmaßnahmen auf Landschaftsbild und Erholungswert – eine empirische Untersuchung

Von Caroline Fischer, Claudia Bieling und Michael Roth

Landschaften erfüllen viele Funktionen wie die Natur-/Landschaftserlebnis- und Erholungsfunktion. Für beide ist das Landschaftsbild maßgeblich. Um erhebliche Beeinträchtigungen zu vermeiden bzw. zu kompensieren, wurde die Eingriffsregelung geschaffen. Im Rahmen der Eingriffsregelung wird oftmals eine multifunktionale Wirkung von Kompensationsmaßnahmen – u. a. für das Landschaftsbild – als gegeben angenommen, obwohl dies bisher nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt ist. Einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke zu leisten, ist Ziel dieser Studie. Ausgehend von einer fotogestützten Online-Befragung von 207 Personen der Allgemeinbevölkerung wurde im Naturraum Filder (Region Stuttgart) untersucht, wie die Durchführung gängiger Kompensationsmaßnahmen (Gewässerrenaturierung, Anlage einer Streuobstwiese, Umwandlung von Acker in Grünland) die wahrgenommene Landschaftsbildqualität und den wahrgenommenen Erholungswert beeinflussen. Diese beiden Kriterien konnten im Untersuchungsraum durch die Maßnahmendurchführung statistisch signifikant verbessert werden. Die Studie zeigt zudem, dass sich die vorgestellte Methode als Erfolgskontrolle von Maßnahmen für das Landschaftsbild eignet.

DOI: 10.17433/5.2021.50153911.254-260


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3.5.2021