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"Bundespreis Stadtgrün" und "Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt"

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat prämiert attraktive Parks und grüne Freiräume mit insgesamt 100.000 Euro

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat lobt zum ersten Mal den Bundespreis Stadtgrün aus. Der Preis würdigt außergewöhnliches Engagement für urbanes Grün, vielfältige Nutzbarkeit, gestalterische Qualität, innovative Konzepte und integrative Planungsansätze. Städte und Gemeinden in Deutschland können sich ab sofort mit ihren Stadtgrün-Projekten bewerben. Auch Planer, Bürgerinnen und Bürger, Initiativen oder Vereine sind aufgerufen, ihre Projekte gemeinsam mit der Gemeinde einzureichen. Im Fokus steht der Mehrwert öffentlicher Grün- und Freiräume für die Menschen.

Bundesminister Horst Seehofer: "Für lebenswerte Städte brauchen wir grüne Freiräume. Kinder brauchen Platz zum Spielen und Erwachsene zum Durchatmen. Der Bundespreis Stadtgrün fördert diese zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Das ist gut für unser Miteinander, unsere Gesundheit und das Klima."

Der Wettbewerb ist mit einem Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro dotiert und wird in vier verschiedenen Kategorien vergeben:

  • GEBAUT
  • GENUTZT
  • GEPFLEGT
  • GEMANAGT

Eine unabhängige Jury entscheidet über die Auszeichnung von Projekten mit Preisen und Anerkennungen. Sie ist mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Garten- und Landschaftsarchitektur, Stadtentwicklung und Stadtplanung, Vertretern und Vertreterinnen des Deutschen Städtetags, des Deutschen Städte- und Gemeindebunds und des Deutschen Landkreistags sowie mit Vertretern aus Bundesministerien besetzt. Die Preisverleihung findet im September 2020 in Berlin statt.

Der Bundespreis Stadtgrün ist ein wichtiger Baustein in der Umsetzung des Weißbuches Stadtgrün. Er wird vom Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem Deutschen Landkreistag unterstützt.

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

 

„Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“: Bundesweiter Wettbewerb startet in Kürze

Neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Stadtnatur ist unverzichtbar: Für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen ebenso wie für den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Stadt. In einem bundesweiten Wettbewerb "Naturstadt - Kommunen schaffen Vielfalt" werden Kommunen dazu aufgerufen, Ideen für mehr Natur in der Stadt und zugleich für den Schutz von Insekten zu entwickeln. Das Projekt wird bis Juli 2024 vom Bundesumweltministerium im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Von der Fördersumme von 1,83 Millionen Euro fließt eine Million in die Auszeichnungen. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) begleitet das Projekt inhaltlich.

Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz: "Wir wollen besonders Kommunen, die bisher noch nicht so aktiv waren, ermutigen, Projektideen zu entwickeln und sich damit am Wettbewerb zu beteiligen. Dabei ist es wichtig, lokale Akteurinnen und Akteure sowie zivilgesellschaftliche Organisationen einzubinden. Denn so lässt sich die Akzeptanz und Wertschätzung der Bürgerinnen und Bürger für die biologische Vielfalt in unseren Städten erhöhen."

Der Wettbewerb ist nicht nur eine Maßnahme im Masterplan Stadtnatur, den die Bundesregierung im Juni 2019 beschlossen hatte. Er ist auch Bestandteil des Aktionsprogramms Insektenschutz. Der Wettbewerb soll neue Wege aufzeigen, wie lokale Allianzen und Kooperationen zwischen Stadtentwicklung, Grünplanung und Naturschutz zu modellhaften Lösungen für vielfältige insektenfreundliche Lebensräume in den Städten beitragen können.

Das Projekt wird vom Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" e. V. durchgeführt. Die Vorbereitung des bundesweiten Wettbewerbs hat jetzt begonnen: Das Motto ist bereits entwickelt, jetzt geht es an die Erarbeitung der Wettbewerbsunterlagen und die Erstellung der Website. Im Frühjahr 2020 werden alle Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland dazu aufgerufen ihre Ideen einzureichen: Denkbar sind beispielsweise Konzepte für die naturnahe, insektenfreundliche Pflege der städtischen Grünflächen, für die nachhaltige Gestaltung von Blühflächen und Pflanzungen oder insektenfreundliche Beleuchtungskonzepte. Auch Projektideen zur Förderung von Insektenlebensräumen an Gewässern, in Parks oder Gärten sind willkommen. Möglich sind auch Ideen und Konzepte für Umweltbildungsmaßnahmen und Kooperationen mit lokalen Akteurinnen und Akteuren. Die von einer Jury ausgezeichneten Projektideen werden finanziell in der Umsetzung unterstützt.

Das Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" vereint mit über 200 Mitgliedskommunen in ganz Deutschland viele der bereits aktiven Kommunen. Ziel des Wettbewerbs ist es, nun zahlreiche weitere Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland zu erreichen.

Zum Projekt-Steckbrief: http://bit.ly/naturstadt

Hintergrund
Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm: https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/bundesprogramm.html

Bundesamt für Naturschutz (BfN)

 

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in der Schwerpunktausgabe 1-2020: Bundesprogramm Biologische Vielfalt: Potenzial und Perspektiven:

  • Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt – Überblick und Entwicklung
    von Eva Flinkerbusch und Michael Pütsch
  • Nutzung, Nutzen und praktische Erfahrungen mit dem BfN-Leitfaden für Projektevaluationen im Bundesprogramm Biologische Vielfalt
    von Dirk Scheffler und Heinrich Schneider

 

In dieser Schwerpunktausgabe wird beleuchtet, was das Bundesprogramm leisten kann und wie die darin geförderten Projekte dazu beitragen können, die biologische Vielfalt in Deutschland zu schützen und zu entwickeln. Wir möchten das Programm vorstellen und zur Einreichung von Projektideen anregen. Darüber hinaus soll anhand einer Projektauswahl eine erste Bilanz der bisherigen Erfolge bzw. auch Misserfolge der Projekte gezogen werden. Ziel ist es, Erfolg versprechende Maßnahmen und Herangehensweisen aufzuzeigen, aber auch zu analysieren, welche Umstände die Zielerreichung in einem Projekt erschweren können.

 

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13.01.2020