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Der Insektensommer in MDR-Fernsehen und Radio

Quelle/Bild: kie-ker/pixabay.

Wissenswertes, Neues aus der Insektenforschung, Tipps für Gartenbesitzer und vieles mehr:

Eine ganze Woche lang "kapern" die Insekten die MDR-Programme im Fernsehen und Radio. Eine Übersicht.

 

Vom 3. bis 7. August ist Reporter Tobias Bader für „MDR um 2“ und „MDR um 4“ im Sendegebiet zu besonderen „Insektenorten“ unterwegs.

Am Montag besucht er Bienenforscher am Süßen See im Mansfelder Land und schaut einem Imker in Halle bei der Arbeit zu.

Am Dienstag geht’s in die Sächsische Schweiz zu einem Förster, der ihm die Schäden des Borkenkäfers zeigt.

 

MDR UM 4 - RATGEBER, REZEPTE UND AKTUELLES AUS MITTELDEUTSCHLAND

Außerdem ist Falknerin Lisa Schubach aus der MDR-Doku-Soap „Falknerei am Rennsteig“ zu Gast bei „MDR um 4“ und berichtet, wie es um die Insekten im Thüringer Wald steht. Am Mittwoch trifft der Reporter Schmetterlingsforscher in Leipzig und stellt ein Schülerprojekt aus Taucha bei Leipzig vor.

Um insektenfreundliche Landwirtschaft geht es dann am Donnerstag: Auf einem NaturErlebnisHof im Thüringer Wipfratal erfährt Tobias Bader, was Käse mit Insekten zu tun hat.

Zum Abschluss am Freitag probiert er sich beim insektenfreundlichen Mähen mit der Sense aus. Mit aufwändigen Makro- und Zeitrafferaufnahmen zeigt das Team der MDR-Redaktion Natur und Entdeckungen, wie sich Raupen in Schmetterlinge verwandeln oder wie sich der Fliegennachwuchs in einem Kuhfladen tummelt. Außerdem gibt das Ratgeber-TV-Magazin „MDR GARTEN“ Tipps zum insektenfreundlichen Gärtnern.

 

MDR GARTEN - DER GARTEN-RATGEBER IM MDR FERNSEHEN UND IM INTERNET

Gefährliche Käfer und fleißige Bienchen

Mit so genannten Quarantäneschädlingen beschäftigt sich „Echt“ am Mittwoch, 5. August, um 21.15 Uhr im MDR-Fernsehen. Es geht unter andrem um einen kleinen Käfer, der normalerweise in China heimisch ist, sich inzwischen aber auch hier ausgebreitet hat. Eingenistet in Verpackungsholz kamen die Larven des Asiatischen Holzbockkäfers per Schiff oder Flugzeug auch nach Europa – mit erheblichen Folgen. Allein in Magdeburg fielen ihm mehr als 10.000 Bäume zum Opfer. „Echt“ fragt, wie bedroht unsere Bäume sind und wie wir sie schützen können.

Um die fleißigen Bienchen und ihre wilden Schwestern geht es gleich in mehreren Sendungen: Der Film „Biene Majas wilde Schwestern“ taucht am, 1. August, ab 13.15 Uhr ein in die spannende Welt der Wildbienen, von denen es über 560 Arten in Mitteleuropa gibt.

 

ELEFANT, TIGER & CO.

Am Freitag, 7. August, 19.50 Uhr zeigt „Elefant, Tiger & Co“, dass mitten im Leipziger Zoo auch ganz kleine Tiere wie die Kärntner Honigbienen leben. Mit der bunten Welt der Schmetterlinge beschäftigt sich dann am 8. August um 13.15 Uhr der Film Kinder der Sonne – Unsere Schmetterlinge.

Insekten – das neue Superfood?

Zum Abschluss der Aktionswoche widmet der MDR am Sonntag, 9. August, den Insekten einen ganzen Themenabend. Los geht’s ab 22 Uhr mit der 45-minütigen Doku Wie geht es unseren Insekten?, in der MDR WISSEN sich das Leben und Sterben der Insekten in Mitteldeutschland genauer anschaut und Menschen vorstellt, die den Insekten Lebensräume schaffen und über sie forschen.

Am 9. August ab 22.45 Uhr zeigt der MDR erstmals im Fernsehen die deutschsprachige Fassung des englischen Dokumentarfilm Bugs. Die Filmemacher wollten wissen, ob Insekten tatsächlich das neue Superfood sind. Dafür sind sie um die halbe Welt gereist und haben in Australien, Kenia, Japan, Mexiko und auch in Europa Menschen getroffen, die schon regelmäßig Insekten verzehren.

Im Radio begleiten MDR KULTURMDR SACHSENMDR SACHSEN-ANHALTMDR JUMPMDR SPUTNIK und das Kinderangebot MDR TWEENS auf DAB+ den Insektensommer mit täglichen Beiträgen, Umfragen und Experteninterviews.

Mitteldeutscher Rundfunk

 

Lesen Sie dazu auch: 

NABU-Insektensommer

31. Juli bis 9. August 

Beobachten und notieren Sie eine Stunde lang Sechsbeiner.
Entdecken Sie das Summen und Brummen in Ihrer Umgebung und werden Sie so Teil einer bundesweiten Meldeaktion für Insekten.  

Sie können ausschließlich online oder mit der kostenlosen NABU-App Insektenwelt Ihre beobachteten Insekten melden. Das Meldeformular finden Sie hier.

Entdeckungsfrage 2020: Wie viele Siebenpunkt-Marienkäfer und wie viele Asiatische Marienkäfer werden gezählt?

In Deutschland gibt es ungefähr 70 verschiedene Marienkäferarten. Am häufigsten entdecken wir in Deutschland den einheimischen Siebenpunkt-Marienkäfer und den Asiatischen Marienkäfer, der erst vor wenigen Jahren vom Menschen eingeführt wurde. Vielerorts verdrängt der Asiatische Marienkäfer den Siebenpunkt und andere einheimische Marienkäferarten. Mit Ihrer Hilfe wollen herausfinden, wie weit sich die invasive Art verbreitet hat und ob der Asiatische Marienkäfer oder der Siebenpunkt-Marienkäfer häufiger zu finden ist.

Wie funktioniert der Insektensommer?

Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Notieren sie alle Insekten, die sie innerhalb einer Stunde an Ihrem Beobachtungsplatz entdecken können – schauen Sie ruhig einmal in die Blumentöpfe, an Bäumen oder unter Steinen nach. Insekten leben und lieben ihren Mikrokosmos, auch wenn Fluginsekten weite Strecken zurücklegen können.

Zählen Sie bei mobilen Arten wie Schmetterlingen oder Hummeln von jeder Art die größte gleichzeitig anwesende Zahl von Tieren, die Sie beobachtet haben und nicht die Summe der Einzelbeobachtungen im Laufe der Stunde, so vermeiden Sie Doppelzählungen. Wenn am Anfang der Beobachtungszeit ein Kohlweißling vorbeifliegt und eine halbe Stunde später noch einmal einer, könnte es beide Mal der selbe sein. Gemeldet wird in diesem Fall also nur ein Kohlweißling.

Die Beobachtungen werden als sogenannte Punktmeldungen erfasst. Es sollen also nicht die Insekten eines größeren Gebietes zusammengefasst werden, sondern nur die von einem eng begrenzten Beobachtungsort. Diesen Ort hat der NABU als Umkreis von höchstens zehn Metern festgelegt – das sind immerhin gut 300 Quadratmeter und damit genügend Raum für viele interessante Insektenfunde. Wer Lust und Zeit hat, kann natürlich an mehreren Orten beobachten, muss dann aber jedes Mal eine separate Meldung abgeben. (Zum Meldeformular)

Welche Orte kommen als Beobachtungspunkte in Frage?

Ob Vorgarten oder Almwiese, Moor oder Wegrand: Anders als bei der „Stunde der Gartenvögel“ darf beim Insektensommer nicht nur im Siedlungsraum, sondern überall beobachtet werden. Der NABU will auch herausfinden, in welchen Lebensräumen sich welche Arten besonders wohlfühlen. Im Meldeformular wird dem jeweiligen Beobachtungsort daher ein Lebensraumtyp wie Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich oder Bach und Fluss zugeordnet.

Welche Insekten kann ich melden?

Grundsätzlich soll und kann jedes gesehene und erkannte Insekt gemeldet werden. Die Insektenwelt ist allerdings enorm vielfältig. Es gibt daher pro Meldezeitraum acht „Kernarten“, nach denen die Teilnehmer möglichst auf jeden Fall schauen sollten. Diese Arten kommen (noch) häufig vor und sind vergleichsweise leicht zu erkennen. Im Juni sind es Tagpfauenauge, Admiral, Asiatischer Marienkäfer, Hainschwebfliege, Steinhummel, Lederwanze, Blutzikade und Gemeine Florfliege, im August sind es Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Streifenwanze, Blaugrüne Mosaiklibelle und Grünes Heupferd.

NABU-Tipps für den Insekten-Dschungel

Nehmen Sie ruhig eine Lupe zur Hand und gehen Sie auf Erkundungstour, so sind die kleinen Krabbeltiere einfacher zu entdecken. Ein kleiner Tipp: Auch Becherlupen sind gut geeignet. Wichtig ist nur, dass Sie nach der Bestimmung die Insekten wieder unversehrt in die Freiheit entlassen – bitte an dem Ort, wo Sie das Tier auch gefunden haben.

Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)

 

30.07.2020