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Deutsche Waldtage 2020 – Aktionsaufruf "Gemeinsam! Für den Wald"

Quelle/Bild: Pexels/pixabay.

Die Deutschen Waldtage 2020, die vom 18. bis 20. September stattfinden, stehen unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald". Extreme Dürre- und Hitzeperioden, massiver Borkenkäferbefall, Stürme und Waldbrände haben in den letzten Jahren den Wald dramatisch geschädigt. Um die Fähigkeit unserer Wälder im Hinblick auf die Leistungen für den Klimaschutz, die Artenvielfalt und die Erholung aufrecht zu erhalten, haben Bund und Länder bereits viel auf den Weg gebracht.  Für den stabilen Wald der Zukunft kommt es aber auch auf die Solidarität und gemeinsame Verantwortung aller an, denen der Wald am Herzen liegt.

Bundesweit hunderte Aktionen geplant

Noch bis zum Aktionswochenende im September können lokale und regionale Akteure ihre Veranstaltungen in den zentralen Kalender der Deutschen Waldtage 2020 eintragen. Hier finden auch interessierte Besucherinnen und Besuchern eine Übersicht aller gemeldeten Veranstaltungen. Der Kalender sowie Informationen für Veranstalter mit Unterstützungsangeboten für die Kommunikation und Veranstaltungsdurchführung stehen auf der Internetseite www.deutsche-waldtage.de bereit.

 

Macht mit beim diesjährigen Instagram-Fotowettbewerb anlässlich der Deutschen Waldtage 2020!

Zeigt mit Euren Instagram-Fotos, wie sehr Euch der Wald am „Grünen Herzen“ liegt! Zeigt uns grüne Herzen im Wald, grüne Herzen für den Wald und zeigt uns, warum der Wald das grüne Herz Deutschlands ist. Zeigt uns Menschen, die gemeinsam im Wald unterwegs sind!

Alle Fotos, die vom 1. Juli bis einschließlich 31. August 2020 auf Instagram hochgeladen und mit dem Hashtag #waldgemeinsam gekennzeichnet werden, nehmen automatisch am Wettbewerb teil. Auch bereits veröffentlichte Bilder können nachträglich mit dem Hashtag gekennzeichnet werden. Als Hauptgewinn erwartet Euch ein Gutschein für Kameraausrüstung im Wert von 500,00 EUR. Die Zweit- und Drittplatzierten dürfen sich über attraktives Fotoequipment im Wert von 100 bzw. 50 EUR freuen.
Die SiegerInnen werden nach dem 31. August von einer Jury ausgewählt. Besonders freuen wir uns, dass wir mit Jörg Nicht alias @jn einen der bekanntesten deutschen Instagrammer für den Juryvorsitz gewinnen konnten. So, und jetzt Handy oder Kamera raus und auf in den Wald!

 

Ähnlich wie bei den letzten Waldtagen 2018 werden auch diesmal wieder mehrere hundert Veranstaltungsangebote erwartet. Bei der Planung und Durchführung haben die teilnehmenden Vereine, Verbände, Unternehmen und Institutionen freie Hand. Die geltenden Bestimmungen zur Eindämmung von COVID-19 auf nationaler und regionaler Ebene müssen bei den Veranstaltungen natürlich beachtet werden. 

Bundeswaldministerin Julia Klöckner: "Unser Wald leidet – die Schäden durch Trockenheit, Stürme, Brände und Schädlinge sind zum Teil dramatisch. Deshalb haben wir schnell reagiert und erreicht, dass es massive Hilfen gibt. Ziel ist, weiteren Schäden vorzubeugen und die Wälder klimastabil umzubauen. Es geht um den Erhalt unserer "grünen Lunge". Ich habe mich dafür eingesetzt, dass insgesamt 1,5 Milliarden Euro Hilfen für den Wald zur Verfügung stehen." Mit Blick auf die großen Herausforderungen für den Wald seien die Deutschen Waldtage gerade in diesem Jahr von großer Bedeutung, so die Ministerin weiter. "Es geht hier um Wissen und Austausch."

Die Deutschen Waldtage 2020 sollen Informationen und Austausch über den "Wald im Klimastress" und die Pläne und Maßnahmen zum Erhalt und Schutz der vielfältigen Leistungen des Waldes bieten. Aber auch Mitmachaktionen und Angebote, die Bürgerinnen und Bürgern die Vielfalt des Waldes nahebringen, sind willkommen. Mitmachen können Forstbetriebe und Waldbesitzende, ebenso wie alle anderen gesellschaftlichen Gruppen, die für und mit dem Wald arbeiten, Produkte des Waldes nutzen, ihn als Sport- und Erholungsort schätzen oder sich für den Waldschutz engagieren. Gemeinsame Veranstaltungen von forstlichen und nicht-forstlichen Akteuren sind dabei ausdrücklich erwünscht.

Das Bewusstsein für die Bedeutung des Waldes ist in weiten Teilen der Bevölkerung vorhanden. Viele Menschen haben im Zuge der Corona-Pandemie den Wald als Raum für Bewegung und Erholung noch intensiver wahrgenommen als bisher. Ebenso bewusst ist den meisten Menschen die kritische Situation, in der sich der Wald derzeit befindet. Sie machen sich Sorgen, denn die Folgen des Klimawandels sind vielerorts sichtbar und treffen den Wald mit voller Wucht. Forstleute und Waldbesitzende in ganz Deutschland stehen vor der Jahrhundertaufgabe, die aktuellen Waldschäden zu beheben, den Wald für zukünftige Generationen zu bewahren und ihn dabei nachhaltig zu bewirtschaften. Die Zukunftssicherung des Waldes ist nicht nur eine Aufgabe von Forstwirtschaft, Politik und Wissenschaft, sondern muss gesamtgesellschaftlich bewältigt werden. Deshalb setzen die Deutschen Waldtage 2020 an dem Wochenende vom 18. bis 20. September ganz bewusst auf den direkten Dialog zwischen Forstwirtschaft, anderen Waldakteuren und der Bevölkerung in Stadt und Land.

Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz

Deutscher Forstwirtschaftsrat (DFWR)


 

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Waldzustandserhebung 2019 zeigt: Die Dürrejahre fordern Tribut  (9.4.2020)

Für die Bewertung des Waldzustandes ist die Belaubung bzw. Benadelung der Bäume ein wichtiger Indikator, der Aufschluss über ihre Vitalität gibt. Jedes Jahr im Juli/August begutachten Inventurteams der Bundesländer auf einem 16 x 16 km Stichprobennetz rund 10 000 Bäume. Anhand von Musterabbildungen schätzen sie dabei die sogenannte Kronenverlichtung, also das Maß der Abweichung von einem voll belaubten/benadelten gesunden Baum, in 5-Prozent-Stufen ab. Die Daten werden am Thünen-Institut ausgewertet und ergeben ein bundesweit repräsentatives Bild für die wichtigsten Baumarten.

Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2019 sind jetzt in einer Broschüre des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) zusammengefasst worden. Noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984 war der Anteil der Bäume ohne Kronenverlichtung so gering wie 2019. Der Anteil mit deutlichen Kronenverlichtungen war mit 36 % besonders hoch.

 

21.07.2020