Die Alpen – Nutzungsveränderungen als Herausforderung für den Naturschutz

Aus der Schwerpunktausgabe 9/10-2017 "Naturschutz in den Alpen – quo vadis?"

Die Alpen – tiefgreifende Nutzungsveränderungen als Herausforderung für den Naturschutz

Von Werner Bätzing

Um die Herausforderungen, vor denen der Naturschutz in den Alpen heute steht, angemessen verstehen zu können, werden die demographischen und wirtschaftlichen Veränderungen dieses Raums seit Beginn der Moderne (1880) herausgearbeitet: Waren die Alpen in Phase 1 (1880 – 1950) eine benachteiligte Region in Europa, schließen sie in Phase 2 (1950 – 1980) zum europäischen Durchschnitt auf und liegen in Phase 3 (seit 1980) deutlich über ihm. Allerdings werden von dieser starken Dynamik nur die tiefen Talauen, die angrenzenden unteren Berghänge und etwa 300 Tourismuszentren im Hochgebirge erfasst, während auf großen Flächen jede Nutzung eingestellt wird, was zur Verbuschung/Verwaldung und zum Rückgang der Artenvielfalt führt. Für den Naturschutz erwächst daraus die komplexe Aufgabe, sich sowohl für den Schutz der Natur als auch gleichzeitig für ein nachhaltiges Wirtschaften zu engagieren. Dazu müssen Instrumente des segregativen Naturschutzes, des integrativen Naturschutzes, der nachhaltigen Entwicklung und der Raumordnung zu einer Gesamt­strategie verbunden werden.

DOI: 10.17433/9.2017.50153497.398-406

 

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♦ Lesen Sie von Natur und Landschaft auch die Beiträge

  • "Demographischer Wandel und Naturschutz" von Moorfeld et al. in Ausgabe 11-2010 und
  • "Ableitung und Bewertung von Kulturlandschaftsgebieten für das Landschaftsprogramm Sachsen" von Walz et al. in Ausgabe 1-2010.

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1.9.2017