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Erforschung der Populations- und Bewegungsökologie des Luchses

Aus der Schwerunktausgabe 1-2021 „Luchs und Wolf zurück in Deutschland“

Erforschung der Populations- und Bewegungsökologie des Luchses als Grundlage eines Metapopulationsmanagements der kontinentaleuropäischen Luchspopulationen (Lynx lynx)

Von Marco Heurich, Joseph Premier, Jonas Schultze-Naumburg, Micha Herdtfelder, Julian Oeser und Stephanie Kramer-Schadt

Mehr als ein Jahrhundert nach Ausrottung begann die Rückkehr der Luchse durch gezielte Wiederansiedlungsprogramme in Mitteleuropa. Obwohl diese Maßnahmen meist erfolgreich verlaufen sind, stehen die oft noch sehr kleinen Luchspopulationen heute unter großem Druck. Um das Überleben der Luchse in Mitteleuropa dauerhaft zu sichern und deren Ausbreitung zu ermöglichen, wird eine staatenübergreifende Strategie zur Erhaltung und Vernetzung der noch vorhandenen Lebensräume sowie zur Bekämpfung der Wilderei benötigt. Grundlage für die Entwicklung dieser Strategien ist ein profundes Wissen über die Ökologie von Luchspopulationen und dessen Integration in Simulationsmodelle. In diesem Beitrag wird der aktuelle Wissensstand zur Bewegungsökologie und Demographie der Luchse vorgestellt, Wissenslücken werden aufgezeigt. Darüber hinaus wird beschrieben, wie man das Verhalten individueller Luchse mit einem räumlich-expliziten, individuenbasierten Modell abbilden kann und welche Fragestellungen des Naturschutzmanagements damit schon beantwortet wurden. Anschließend geht der Beitrag der Frage nach, wie die bestehenden Ansätze verbessert werden können, so dass realitätsgetreuere Simulationen möglich werden.

DOI: 10.17433/1.2021.50153867.11-18


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♦ Lesen Sie von Natur und Landschaft auch den Beitrag 

„Vom Gerichtssaal zu gemeinsamen Strategien: Entwicklung des Luchskonflikts in Baden-Württemberg aus Sicht der beteiligten Akteure“ von Lüchtrath et al. in Natur und Landschaft 3-2012

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4.1.2021