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Ergebnisse der Wertgrünlandkartierung in Schleswig-Holstein

Quelle/Bild: © Silke Lütt.

Aus Ausgabe 1-2018

Ergebnisse der Wertgrünlandkartierung
Phase 1 der landesweiten Biotopkartierung in Schleswig-Holstein

Von Silke Lütt, Kai Dethmann, Wolfgang Petersen und Jürgen Schmidt

In einer Prüfkulisse von 73 134 ha wurden mit Geländeerhebungen im Jahr 2014 9 580 ha Wertgrünland in Schleswig-Holstein erfasst. Dazu gehört mit 6 556 ha das arten- und strukturreiche Dauergrünland, das seit Juni 2016 unter gesetzlichem Schutz steht. Dieses umfasst das artenreiche mesophile Grünland (5 728 ha auf 3 760 Flächen) und das artenreiche Feuchtgrünland (828 ha auf 976 Flächen) und macht Schätzungen zufolge nur etwa 4,35 % des landesweiten Dauergrünlands aus. Der Verbreitungsschwerpunkt des arten- und strukturreichen Dauergrünlands liegt auf Eiderstedt in Nordfriesland sowie auf den nordfriesischen Inseln. Ein Drittel dieses Grünlandtyps befindet sich auf Flächen des Vertragsnaturschutzes. Etwa die Hälfte der in Schleswig-Holstein vorkommenden Gefäßpflanzenarten wurde bei der Kartierung erfasst. Von diesen stehen ca. 36 % auf der Roten Liste. Ein Vergleich mit der Feuchtgrünlandkartierung der 1980er-Jahre, die Ergebnisse des Indikatorenberichts 2014 zum High-Nature-Value-Farmland und stichprobenartige Erhebungen aus dem Jahr 2011 belegen drastische Verluste des artenreichen Grünlands in Schleswig-Holstein in Quantität und Qualität und unterstreichen die Notwendigkeit der Unterschutzstellung sowie attraktiver Angebote an die Landwirte.

DOI: 10.17433/1.2018.50153537.21-28

 

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3.1.2018