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Flächenpotenziale und Entwicklungskonzepte zur Realisierung des 2 %-Wildnisziels in Naturparken in Deutschland

Quelle/Bild: Brackhane et al.

Aus Ausgabe 9/10-2019

Sebastian Brackhane, Jörg Liesen, Maike Bieber, Jochen Godt, Nicolas Schoof, Gert Rosenthal und Albert Reif

Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) der Bundesrepublik Deutschland hat das Ziel, bis zum Jahr 2020 auf 2 % der terrestrischen Bundesfläche Wildnisgebiete auszuweisen. Naturparke können mit ihrer Infrastruktur und ihren lokalen Netzwerken eine wichtige Rolle bei der Realisierung und dem Management von Wildnis spielen. In der vorliegenden Studie wurden im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens die Naturparkpotenziale für Wildnisgebiete im Sinne der NBS (Flächen ≥1 000 ha) identifiziert und um eine Suchkulisse für große Prozessschutzflächen in Wäldern (≥100 ha) ergänzt. Insgesamt wurde in den Naturparken ein Potenzial für Wildnisgebiete von 463 076 ha ermittelt, was rund 1,3 % der terrestrischen Bundesfläche entspricht. Potenzielle Wildnisgebiete sind in den 13 Bundesländern, die Potenzialflächen enthalten, regional heterogen verteilt. Allerdings reduzieren die vorherrschenden Eigentumsverhältnisse den tatsächlich realisierbaren Flächenpool. In dieser schwierigen sozioökonomischen und politischen Gemengelage können Naturparkträger eine Schlüsselrolle als Ideengeber und Vermittler bei der nachhaltigen Entwicklung von Wildnis einnehmen.

2 %-Wildnisziel  – Wildnisgebiet – Wildnispotenzial – Naturpark – Prozessschutzfläche

DOI: 10.17433/9.2019.50153733.402-408

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