Natur und Landschaft

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Forstlich ungenutzte Wälder in Deutschland

Quelle/Bild: Quelle: Weimar 2018

Aus Ausgabe 2-2020

Anke Höltermann, Judith Reise, Peter Finck und Uwe Riecken

Bedeutung für den Naturschutz und ökonomische Effekte der Umsetzung des 5 %-Ziels der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt

Die Bundesregierung hat 2007 im Rahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) u. a. das Ziel formuliert, 5 % der deutschen Waldfläche einer natürlichen Entwicklung zu überlassen. Die andauernde Kritik von forst- und holzwirtschaftlichen Lobbyverbänden nimmt der vorliegende Artikel zum Anlass aufzuzeigen, dass der Beitrag, den ungenutzte Wälder zur Erhaltung der Biodiversität leisten können, nicht durch forstlich bewirtschaftete Wälder erbracht werden kann und dass durch die Umsetzung des 5 %-Ziels weder eine Verknappung des Rohstoffs Holz noch eine Gefährdung der Versorgung des deutschen Clusters Forst und Holz, noch signifikant zunehmende Importströme von Holz und Holzprodukten zu befürchten sind. Durch die Fokussierung auf die vermeintlich negativen ökonomischen Effekte von Waldnaturschutzmaßnahmen droht vielmehr die Diskussion um die eigentlichen Probleme – um die mangelnde Kontrolle der hohen Holzeinfuhren nach Deutschland, um die Mitverantwortung des Wirtschaftsbereichs Forst und Holz sowie um den zu hohen Ressourcenverbrauch unseres Gesellschafts- und Wirtschaftssystems – aus dem Blick zu geraten.

Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) – 5 %-Wildnisziel – Biodiversität – Ökonomie – ungenutzte Wälder – natürliche Waldentwicklung – Holzimport

DOI: 10.17433/2.2020.50153779.80-87

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1.2.2020