Natur und Landschaft

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Gesellschaftliche Einstellungen zur Rückkehr des Wolfs nach Deutschland

Aus Ausgabe 1-2021

Gesellschaftliche Einstellungen zur Rückkehr des Wolfs nach Deutschland

Von Lisa Lehnen, Thomas Mueller, Ilka Reinhardt, Petra Kaczensky und Ugo Arbieu

Bundesweite Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland die Rückkehr des Wolfs begrüßt und ihn als Bereicherung wahrnimmt. Auf Grund starker Ablehnung des Wolfs durch einen kleinen Bevölkerungsteil ist die Rückkehr aber auch mit sozialen Spannungen und Unzufriedenheit verbunden. Wegen deren potenzieller Auswirkungen auf die Naturschutzpolitik sollten für einen langfristig ­wirkungsvollen Wolfsschutz Faktoren berücksichtigt werden, die Akzeptanz und Ablehnung zu Grunde liegen. Empfundene Vorteile und Freude über die ­Anwesenheit des Wolfs begünstigen Akzeptanz, während Angst und empfundene Risiken Ablehnung stärken. Studien zeigen, dass neutrale Informations­quellen zum Abbau angstfördernder Vorurteile beitragen können, während Quellen, die Konflikte und Stereotype betonen, sie intensivieren. Auch Wertvorstellungen und darauf basierende Gruppenidentitäten können für die Akzeptanz des Wolfs eine wichtige Rolle spielen. Die Würdigung der Vielfalt und Belange von Interessengruppen sowie das Herausarbeiten gruppenübergreifender Gemeinsamkeiten und Ziele sind wichtige Schritte für die Koexistenzplanung und für die Akzeptanz von Entscheidungen im Wolfsmanagement.

DOI: 10.17433/1.2021.50153871.27-33


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♦ Lesen Sie von Natur und Landschaft auch den Beitrag 

„Die Geschichte vom bösen Wolf – Verfolgung, Ausrottung und Wiederkehr“ von Masius, Sprenger in Natur und Landschaft 1-2012

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4.1.2021