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Handbuch „Klima- und Naturschutz: Hand in Hand“ erschienen

Quelle/Bild: © TU Berlin

Klimaschutz und Naturschutz bedingen einander, führen aber auch zu Konflikten. Synergien zwischen beiden besser zu nutzen und Konflikte zu minimieren – dazu möchte das Handbuch „Klima- und Naturschutz: Hand in Hand“ beitragen. Es zeigt praxisnahe Möglichkeiten auf, wie in Energie- und Klimaschutzkonzepten und bei konkreten Klimaschutzmaßnahmen Naturschutzbelange berücksichtigt werden können. Angesprochen sind Akteure in Regionen, Landkreisen und Gemeinden wie Regionale Planungsstellen, kommunale Umwelt-, Bau- und Planungsämter, Ingenieur- und Planungsbüros oder Umwelt- und Naturschutzverbände.

Das Handbuch besteht aus zehn Heften, die unabhängig voneinander genutzt werden können:

Das Handbuch wurde am Fachgebiet ‚Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung‘ der TU Berlin erstellt und ist ein Ergebnis des F+E-Vorhabens „Modellhafte Erarbeitung regionaler und örtlicher Energiekonzepte unter den Gesichtspunkten von Naturschutz und Landschaftspflege“ (FKZ: 3515 82 3100). Das Vorhaben wurde vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

„Um die Praxistauglichkeit des Handbuchs sicherzustellen, haben wir in seine Erstellung die Städte Offenbach und Osnabrück, den Biosphärenzweckverband Bliesgau und die Naturstiftung David mit dem Projektgebiet ‚Hohe Schrecke‘ einbezogen“, erläutert Prof. Stefan Heiland, Herausgeber des Handbuchs.

Die Stadt Osnabrück als Modellkommune verfügte bereits über ein Klimaschutzkonzept. Wichtig war Osnabrück die hier tätigen Energieberaterinnen und -berater, Architektinnen und Architekten, Handwerksbetriebe und Wohnungsbaugesellschaften zum Thema Artenschutz und energetische Gebäudesanierung zu sensibilisieren und zu informieren. Osnabrück hat hierfür einen immerwährenden Monatskalender erstellt, der unter anderem zu gebäudebewohnenden Arten wie Turmfalke, Haussperling, Mauersegler, Zwergfledermaus aber auch zu Dach- und Fassadenbegrünung informiert.

Im thüringischen Kyffhäuserkreis wurde den beiden Gemeinden Gehofen und Donndorf Handlungsempfehlungen zur schrittweisen Umrüstung der Straßenbeleuchtungen an die Hand gegeben. Beachtet wurden dabei sowohl Aspekte der Energieeinsparung und Emissionsreduktion als auch des Artenschutzes, insbesondere im Zusammenhang mit Wochenstubenquartieren des Großen Mausohrs.


Heiland, S. (Hrsg.) (2019): Klima- und Naturschutz: Hand in Hand. Ein Handbuch für Kommunen, Regionen, Klimaschutzbeauftragte, Energie-, Stadt- und Landschaftsplanungsbüros. Berlin.

Die Hefte stehen kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Gedruckte Exemplare können bestellt werden bei:
Bundesamt für Naturschutz, Außenstelle Leipzig, Alte Messe 6, 04013 Leipzig


TU Berlin, Fachgebiet Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung

Bundesamt für Naturschutz (BfN)


Kontakt:

TU Berlin, Fachgebiet Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung: Dr. Bernd Demuth, E-Mail: bernd.demuth(at)tu-berlin.de, Prof. Dr. Stefan Heiland, E-Mail: stefan.heiland(at)tu-berlin.de


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Sibylle Schroer, Benedikt Huggins, Marita Böttcher und Franz Hölker (2019): Leitfaden zur Neugestaltung und Umrüstung von Außenbeleuchtungsanlagen. Anforderungen an eine nachhaltige Außenbeleuchtung. Bonn-Bad Godesberg, BfN-Skripten 543, 96 S. 

Die gedruckte Publikation kann kostenfrei per E-Mail an andrea.loehnert(at)bfn.de bestellt werden.

26.03.2020