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Hat die Problemart Senecio aquaticus (Wasser-Greiskraut) im Grünland zugenommen?

Quelle/Bild: © Holger Hennings

Aus Heft 12-2016

Hat die Problemart Senecio aquaticus (Wasser-Greiskraut) im Grünland zugenommen?
Auswertung der Biotopkartierungen 1984 – 1995 und 1999 – 2013 in Bayern

Von Gerhard Suttner, Wolfgang W. Weisser und Johannes Kollmann

Das Wasser-Greiskraut (Senecio aquaticus) ist eine Giftpflanze, die als zunehmendes Problem im Feuchtgrünland Süddeutschlands, Österreichs und der Schweiz bezeichnet wird. Bisher gibt es aber keine quantitativen Untersuchungen, ob die Verbreitung und lokale Häufigkeit der Art tatsächlich zugenommen haben. Wir haben zwei Durchgänge der Bayerischen Biotopkartierung (1984 – 1995 und 1999 – 2013) verglichen, um den behaupteten Trend einer Zunahme der Art zu überprüfen. Nach diesen Daten stehen einer Ausdehnung der Verbreitung von Senecio aquaticus südlich der Donau und in Alpennähe deutliche Verluste in Teilen Nordbayerns entgegen, so dass die Gesamtbilanz der außeralpinen Vorkommen ausgeglichen ist. Die zunehmende Problematik der Art ist auf erhöhte lokale Häufigkeit vor allem in Alpennähe zurückzuführen, wogegen in anderen Teilen Bayerns Abnahmen der Häufigkeit vorliegen. Diese gegensätzlichen Entwicklungen sind vermutlich auf unterschiedliche Bewirtschaftungsformen zurückzuführen. Die vorliegende Arbeit zeigt, dass die ­Bayerische Biotopkartierung ein wichtiges Instrument zur Analyse von Langzeittrends sein kann.

 

DOI: 10.17433/12.2016.50153424.544-552

 

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  • "Grünlandmonitoring als Instrument zur Entwicklung einer Kennartenliste für artenreiches Grünland" von Heinz et al. in Heft 9/10-2013 und
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1.12.2016