Natur und Landschaft

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Human-, Kultur- und Ethnoökologie

Quelle/Bild: Foto: Bernhard Glaeser

Aus Ausgabe 9/10-2020

Parto Teherani-Krönner und Bernhard Glaeser

Humanökologische Forschungen zielen auf eine umfassende Analyse der Beziehungen von Menschen zu ihrer belebten und unbelebten Umwelt. Dies wird anhand von Fallstudien zur Güllewirtschaft in Norddeutschland sowie zur Ökoentwicklung in Tansania erläutert. Es wird gezeigt, wie humanökologische Untersuchungen – indem sie in einem ganzheitlichen Ansatz die ökologische, ökonomische, politische und moralische Ebene integrieren – wesentlich zum Verständnis von Problemen des Natur- und Landschaftsschutzes beitragen und damit auch Wege zu deren Lösung aufzeigen können. Weiterhin wird das Verhältnis der Humanökologie zu verwandten Disziplinen wie der Kultur- und Ethnoökologie bestimmt. Wichtige historische Entwicklungen der genannten Disziplinen werden dabei erläutert. Die Humanökologie grenzt sich durch das Konzept der Akkommodation im Gegensatz zum Konzept der Adaptation von der Biologie bzw. Ökologie als Naturwissenschaft ab. Eine wesentliche Erkenntnis human-, ethno- und kulturökologischer Analysen ist, dass sich Umweltpolitik und Naturschutz ohne Integration sozialer und kultureller Bezüge nicht erfolgreich gestalten lassen.

Humanökologie – Kulturökologie – Ethnoökologie – Umweltschutz – Gülleregulierung – Akkommodation – lokales Wissen

DOI: 10.17433/9.2020.50153837.407-417

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1.9.2020