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Konzepte zur Erhaltung gefährdeter Ackerwildkräuter auf Naturraumebene. Erfahrungen des Modellprojekts "Unkraut vergeht nicht – stimmt nicht!"

Quelle/Bild: Foto: Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

Aus Ausgabe 5-2019

 

Von Thomas Muchow und Laura Fortmann

Die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft initiierte im Jahr 2010 aufgrund des drängenden Handlungsbedarfs zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter das Modellprojekt "Unkraut vergeht nicht – stimmt nicht!". Kernbestandteile des Projekts waren die naturraumspezifische Sammlung, Vermehrung und Wiederansiedlung von 79 ausgewählten seltenen Segetalarten des Rheinlands (NRW). Insgesamt konnten Diasporen von 68 dieser Arten gesammelt werden, bei 63 Arten gelang die Vermehrung. Diese Erfolge bilden die Basis für Versuche zur Wiederansiedlung, die bereits begonnen haben. Das im Rheinland erprobte Konzept wurde mit regionalen Partnern auf vier weitere Bundesländer übertragen. Die im Projekt erworbenen Erfahrungen tragen dazu bei, aktuellen Herausforderungen im Ackerwildkrautschutz zu begegnen. Hier sind neben dem akuten Bedarf an praxisorientierten Schutzprojekten unter anderem die Anpassung bestehender Agrarförderprogramme und Kompensationsvorgaben sowie die Entwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen Systems für zertifiziertes Naturraum-Saatgut zu nennen.

DOI: 10.17433/5.2019.50153691.202-210

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01.05.2019