Natur und Landschaft

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Langjährige Entwicklung in vier renaturierten Auenlandschaften

Aus der Schwerpunktausgabe 4-2021 „Renaturierung als zentrale Aufgabe des Naturschutzes“

Überprüfung und Bewertung langjähriger Entwicklungen in vier renaturierten Auenlandschaften

Von Dominique Remy, Steffen Steenken und Marcel Kleinschmidt

In den Jahren 2016 und 2018 wurden vier Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben zur Auenrenaturierung 13 – 23 Jahre nach Abschluss der Renaturierungsmaßnahmen erneut auf ihre langfristigen Erfolge und generellen Entwicklungstrends hin evaluiert. Der Schwerpunkt dieser Erfolgskontrolle lag darauf, die Entwicklung der Auenbiozönose zu beurteilen. Dabei zeigte sich, dass alle Vorhaben ihre ursprünglich gesteckten Ziele weitgehend erreicht haben. Es stellte sich allerdings heraus, dass die Vorhaben zwar eine grundsätzliche Aufwertung der Untersuchungsgebiete bewirkt und die untersuchten Organismengruppen im Ganzen betrachtet profitiert haben, die Förderung auenspezifischer Lebensgemeinschaften aber oft nur auf kleinem Raum oder für kurze Zeit gelungen ist. Dabei hat sich der gesellschaftliche Nutzungsanspruch an die Fließgewässer als entscheidender und begrenzender Faktor erwiesen. Die Ergebnisse bestätigen die Notwendigkeit einer funktionalen Einheit von Aue und Fließgewässer. Zu deren Wiederherstellung ist es daher unerlässlich, dass bei der Planung von Renaturierungen die Defizite an den Fließgewässern mehr Berücksichtigung finden und ggf. begleitende Maßnahmen zur Kompensation eingeplant werden.

DOI: 10.17433/4.2021.50153897.176-183


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31.3.2021