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Massentourismus und Wildnis: Islands Naturdestinationen im Wandel

Quelle/Bild: © Foto: Simon Sebastian Mösch

Aus Ausgabe 2-2019

Von Simon Sebastian Mösch

In Island wuchs der Tourismus seit dem Vulkanausbruch des Eyjafjallajökulls 2010 rapide an. Während vor 2010 die Einwohnerzahl Islands (330000) und touristische Ankünfte etwa gleich hoch waren, gehen Prognosen für das Jahr 2019 von etwa 2,7 Mio. Touristen aus und damit dem Achtfachen der Landesbevölkerung. Stetig steigt die Vermarktung der Naturdestinationen sowie der Ausbau touristischer Infrastruktur u.a. mit Tagesbustouren, Souvenirshops, Hotels, da Island wegen seiner rauen, andersartigen Natur und dem Image der unberührten Wildnis ein beliebtes Reiseziel darstellt. Durch die vielen Touristen entwickelte sich in Island fortlaufend auch das Bild der „Übertouristifizierung“, und somit wurde es schwer, dem erwarteten wilden menschenleeren Bild Islands gerecht zu werden. Es steht infrage, ob die Besuchermengen zu groß werden, um das Wildnis-Image aufrecht zu erhalten, und ob somit die Gefahr besteht, dass Island mitsamt seiner Wildnis auch den wirtschaftlich wichtigen Tourismus mit hohen Besucherzahlen wieder verlieren könnte.

DOI: 10.17433/2.2019.50153665.66-73

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01.02.2019