Natur und Landschaft

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Moore im Rechtssystem der Europäischen Union. Eine Analyse anhand ausgewählter Mitgliedstaaten

Aus Ausgabe 2-2019

Von Jan Peters und Moritz von Unger

Moore stellen Europas größten terrestrischen Kohlenstoffspeicher dar und bieten Lebensraum für eine einzigartige Flora und Fauna. Die momentanen Erhaltungs- und Restaurierungsanstrengungen in den 28 EU-Mitgliedstaaten reichen jedoch nicht aus, um die Klima- und Biodiversitätsziele der Europäischen Union (EU) zu erreichen. Ökologisch intakte Moorgebiete sind in Westeuropa zu einer Seltenheit geworden, der Rückgang geht in der gesamten EU weiter, v.a. auf Grund landwirtschaftlicher Aktivitäten, Forstwirtschaft und Torfgewinnung. Die Situation in Nord- und Osteuropa ist besser, aber auch hier besteht weiterer Nutzungsdruck. Unsere Studie untersucht die wichtigsten EU-Regelungen mit Moorbezug, um deren positive und negative Auswirkungen auf Moorgebiete hervorzuheben. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sektoren Naturschutz, Landwirtschaft, Wasser und Klima. Der Gesetzgeber hat inhärente Zielkonflikte geschaffen, die die schwache regulatorische Wirksamkeit erklären. Wir haben regulatorische Lücken, Fehleinschätzungen und verpasste Chancen identifiziert und deren Folgen in Beispielländern (Estland, Polen) untersucht, die weitgehend auf Deutschland und andere Mitgliedstaaten übertragbar sind.

 

DOI: 10.17433/2.2019.50153659.45-51

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01.02.2019