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Motivationen für freiwilliges Engagement im Citizen-Science-Projekt „Wildkatzensprung“

Aus der Schwerpunktausgabe 4-2018 "Die Wildkatze in Deutschland"

Motivationen für freiwilliges Engagement im Citizen-Science-Projekt „Wildkatzensprung“

Von Nicola Moczek

Der Fokus einer Evaluation lag auf dem Citizen-Science-Teil im BUND-Projekt „Wildkatzensprung“, welches vom BfN mit Mitteln des BMUB im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wurde. Ziel war es, Motivationen, Erkenntnisse und Erlebnisse der 750 „Lockstock-Betreuenden“ zu erforschen und Erfolgsfaktoren für vergleichbare Projekte abzuleiten (N = 209; 27,9 %). Zwei Drittel sind Männer, im Schnitt 58 Jahre alt, davon viele Akademiker. Sie wohnen überwiegend in kleinen Orten, sind berufstätig und schon im Naturschutz engagiert. Durchschnittlich waren sie drei Stunden pro Woche neun Monate lang aktiv. Mit der eigens entwickelten Skala MORFEN-CS („Motive und Rahmenbedingungen für Freiwilliges ­Engagement im Naturschutz in Citizen-Science-Projekten“) konnten mehrere Beweggründe und die Bedeutung von Projektorganisation und Kommunikation identifiziert werden. Die Zufriedenheit mit dem Gesamtprojekt ist sehr hoch, der Wissenszuwachs und die ­Zufriedenheit mit der eigenen Leistung hoch. Die Mehrzahl der Befragten würde sich wieder engagieren. Die Erwartungen an freiwilliges Engagement mit einem validen Instrument zu erfassen und die Projektorganisation anzupassen, könnte künftig mehr Interessierten den Weg in den Natur- und Umweltschutz und insbesondere in die freiwillige naturwissenschaftliche Forschung ebnen.

DOI: 10.17433/4.2018.50153569.176-181


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3.4.2018