Natur und Landschaft

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Neue Rubrik "Übereinkommen über die biologische Vielfalt" zur Vorbereitung der 15. Vertragsstaatenkonferenz in Kunming (China)

Quelle/Bild: © Verlag W. Kohlhammer.

Das Jahr 2020 ist ein wichtiger Meilenstein für den internationalen Naturschutz: Im Oktober 2020 soll auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz in Kunming (China) ein globaler Rahmen für die biologische Vielfalt für die Zeit nach 2020 (Global Biodiversity Framework – GBF) verhandelt werden, der den aktuellen Strategischen Plan und die 2020 auslaufenden Aichi-Ziele ablöst. Das Global Biodiversity Framework soll Anknüpfungspunkte zu den anderen Rio-Konventionen, der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sowie weiteren biodiversitätsrelevanten Konventionen herstellen. Ein erster Entwurf (Zero Draft) für das Global Biodiversity Framework wurde im Januar bereits veröffentlicht. Die wichtigsten Informationen zum Prozess finden sich auf den Webseiten der CBD: https://www.cbd.int/conferences/post2020 sowie https://www.cbd.int/notifications/.

Vor diesem Hintergrund wird es im Jahr 2020 eine fortlaufende Rubrik "Übereinkommen über die biologische Vielfalt" in "Natur und Landschaft" geben, die den Blick auf die internationalen Prozesse richtet und eine Übersicht zu verschiedenen Aktivitäten zur Vorbereitung der 15. Vertragsstaatenkonferenz gibt. Der erste Beitrag in der neuen Rubrik skizziert den aktuellen Stand der Diskussion und listet die geplanten Konsultationen bis Oktober 2020 auf.

Im Forum Umwelt und Entwicklung gibt es eine Arbeitsgruppe, die die Positionen deutscher NGOs zum Prozess koordiniert (http://www.forumue.de/themen/ag-biologische-vielfalt/).

Mehr Informationen zum Übereinkommen über die Biologische Vielfalt finden Sie beim

Institut für Biodiversität - Netzwerk e.V. (ibn) und beim

Bundesamt für Naturschutz (BfN)

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♦ Lesen Sie dazu auch in der aktuellen Ausgabe 2-2020 von Natur und Landschaft

"Das UN-Übereinkommen über die biologische Vielfalt – Rückblick über die vergangenen 25 Jahre" von Dr. Horst Korn.

Die letzten 25 Jahre des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) werden in ihrer Entwicklung beschrieben und bewertet. Ausgehend von einer Beschreibung der globalen politischen Veränderungen Ende der 1980er-Jahre werden die ersten Schritte bei der Etablierung der CBD dargelegt, aus denen sich im weiteren Verlauf Routinen entwickelten. Schon bald nach der Gründung der CBD war der generelle Wille der Menschen zur globalen Zusammenarbeit und zur Teilhabe des Globalen Südens verflogen und die Egoismen der einzelnen Staaten traten wieder verstärkt in den Vordergrund. Trotzdem konnten global anerkannte Zielsysteme und eine Vielzahl spezifischer Arbeitsprogramme der CBD gemeinsam entwickelt und teilweise umgesetzt werden. Beispielhaft wird die Entwicklung des Arbeitsprogramms zu Wäldern über eine Zeitspanne von mehr als 20 Jahren hinweg aufgezeigt …

Weitere interessante Fachbeiträge finden Sie über die Artikelrecherche. ♦

5.2.2020