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Ökologische Ökonomik – Entstehung und heutige Stellung

Quelle/Bild: Foto: Ulrich Hampicke

Aus Ausgabe 9/10-2020

Ulrich Hampicke

Die „klassische“ Umweltökonomik empfiehlt, knappe natürliche Ressourcen mit Preisen zu versehen, um einen haushälterischen Umgang mit ihnen zu erwirken. Globale Umweltprobleme erzwangen eine Erweiterung um die Ökologische Ökonomik, deren Prinzipien „efficient allocation“, „fair distribution“ und „scale“ sind. Insbesondere wird die Begrenztheit des Planeten Erde gewürdigt. Die Ökologische Ökonomik vertritt das Prinzip der starken Nachhaltigkeit, wonach das natürliche Kapital (u. a. Bodenfruchtbarkeit, Wasserressourcen und der Bestand an Arten) nicht der Substitution durch technische Errungenschaften zur Verfügung steht (schwache Nachhaltigkeit), sondern unabhängig davon zu erhalten ist. An Bedeutung hat die Klimaökonomik gewonnen. Sie ermittelt die Schäden nicht vermiedenen Klimawandels in der Zukunft und entwickelt Instrumente, mit denen politisch gesetzte Ziele wie das Pariser Abkommen von 2015 erreicht werden sollen. Im Bereich von Natur und Landschaft ist die Ökologische Ökonomik noch nicht so einflussreich, wie es zu wünschen wäre.

Umweltökonomik – Ökologische Ökonomik – starke und schwache Nachhaltigkeit – natürliches und technisches Kapital – Klimaökonomik – Natur und Landschaft

DOI: 10.17433/9.2020.50153845.442-450

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1.9.2020