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Ökologische Vorrangflächen: Gut gedacht – schlecht gemacht?

Aus der Schwerpunktausgabe 6-2018 "Naturschutz in der Agrarlandschaft – Rolle der Agrarpolitik"

Ökologische Vorrangflächen: Gut gedacht – schlecht gemacht?

Von Heike Nitsch, Norbert Röder, Rainer Oppermann, Eva Milz, Sarah Baum, Tobias Lepp, Jenja Kronenbitter, Andrea Ackermann und Jörg Schramek

Seit 2015 sind Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) ein Bestandteil der EU-Agrarpolitik. Auf Basis von Felduntersuchungen, Befragungen und Massendatenanalysen wurde untersucht, wie dieses neue Instrument in Deutschland umgesetzt wurde. Es zeigt sich, dass Brachen, Blühflächen, Pufferstreifen und auch Klee- bzw. Luzernefeldern eine positive Wirkung auf die Fauna haben. Auf welche Weise Landwirtinnen und Landwirte die ÖVF-Verpflichtung erfüllen, hängt von diversen betrieblichen und regionalen Faktoren ab. Ein wichtiges Kriterium ist auch der mit der Umsetzung verbundene Verwaltungsaufwand. Um mit ÖVF einen flächendeckenden Mehrwert für die Biodiversität in Ackerlandschaften zu erreichen, bedarf es einer Fokussierung auf ÖVF-Typen, die in dieser Hinsicht ökologisch besonders wirksam sind, sowie einer deutlichen Erhöhung des Flächenanteils und eines entsprechenden Managements dieser Flächen. Eine Umsetzung, die dem Naturschutz zugute kommt, sollte dabei nicht durch komplizierte und sanktionsanfällige Auflagen erschwert werden.

DOI: 10.17433/6.2018.50153583.258-265


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1.6.2018