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Optimierung einjähriger Blühstreifen für blütenbesuchende Insekten

Quelle/Bild: Swantje Grabener. Männchen einer Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) auf dem Blütenstand einer Ringelblume (Calendula arvensis) in einem Blühstreifen. Die Aufnahmen ist in Bispingen in der Lüneburger Heide Anfang August 2017 entstanden.

Aus Ausgabe 12-2021

Möglichkeiten der Optimierung einjähriger Blühstreifen für blütenbesuchende Insekten

Eine Fallstudie aus der nordwestdeutschen Agrarlandschaft

Von Swantje Grabener, Simon Hein, Werner Härdtle, Thorsten Assmann, Estève Boutaud, Martin Kubiak, Fee Vera Luck, Christian Schmid-Egger, Torben Scholz, Axel Ssymank, Karin Ullrich, Pascal Zumstein und Claudia Drees

Die Anlage von Blühstreifen in Agrarlandschaften verfolgt das Ziel, einem voranschreitenden Verlust an biologischer Vielfalt entgegenzuwirken. Allerdings gibt es noch großen Verbesserungsspielraum. Ausgehend von den Befunden eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens wird dargestellt, wie Blühstreifen optimiert werden können und dadurch die Vielfalt an blütenbesuchenden Insektenarten erhöht werden kann. Die zur Ansaat übliche Verwendung nicht standortangepasster Standardmischungen birgt das Risiko, dass sich viele Pflanzenarten – insbesondere bei ungünstiger Witterung im Frühjahr – nicht etablieren. Zudem werden durch die in Standardmischungen oftmals verwendeten Neophyten und Kulturarten überwiegend ubiquitäre Insektenarten gefördert, während heimische und standortangepasste Segetalarten sowohl ubiquitäre als auch spezialisierte Blütenbesucher aufweisen und damit ein besonders breites Spektrum an Insektenarten fördern. Artenreiche Saatmischungen aus standortangepassten Pflanzenarten (möglichst regiozertifiziert) könnten wesentlich besser als Standardmischungen zum Segetal- und Insektenartenschutz in Agrarlandschaften beitragen.

DOI: 10.19217/NuL2021-12-01

 

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  • Insektenverluste durch den Einsatz von Konditionierern bei der Behandlung von Mähgut – ökologische und ökonomische Aspekte“ von Hecker et al. (erscheint im Februar 2022 in Ausgabe 2-2022)
  • „Wie artenreich ist Kompensationsgrünland? Insektenbestäubte Pflanzenarten als Qualitätsindikatorenvon Paul et al. in Ausgabe 2-2020
  • „Bestandsentwicklungen und Schutz von Insekten“ von Settele in der Schwerpunktausgabe 6/7-2017 „Rückgang der Insektenvielfalt. Fakten, Folgen und Handlungserfordernisse“
  • „Mögliche Umsetzungshindernisse bei der Nutzung gebietseigenen Saatguts für mehrjährige Säume und Blühflächen. Ergebnisse einer Anwenderbefragung“ von Budelmann et al. in Ausgabe 7-2017
  • „Erfolgreiche Anlage mehrjähriger Blühstreifen auf produktiven Standorten durch Ansaat wildkräuterreicher Samenmischungen und standortangepasste Pflegevon Kirmer et al. in Ausgabe 3-2016

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29.11.2021