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Panzerfahrspuren als Lebensraum gefährdeter Pionierarten – wie lassen sich die Pionierlebensgemeinschaften auf ehemaligen Truppenübungsplätzen erhalten?

Quelle/Bild: Foto: Kerstin Wittjen

Aus Ausgabe 8-2020

Matthias Olthoff und Kerstin Wittjen

Auf vielen militärischen Übungsplätzen werden durch das Befahren mit schweren Ketten- und Lastfahrzeugen immer wieder Rohbodenstandorte geschaffen. Auch auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Borkenberge (Nordrhein-Westfalen) durchzieht ein dichtes Fahrspurnetz den von Heide und Trockenrasen dominierten Offenlandbereich (300 ha). Diese Fahrspuren nehmen hier aktuell noch eine Fläche von mehr als 35 ha ein. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit werden Vorkommen und Verbreitung sechs gefährdeter Tier- und Pflanzenarten in den Borkenbergen in den Jahren 2014 – 2016 zum Zeitpunkt der Aufgabe der militärischen Nutzung vorgestellt: Kreuzkröte (Epidalea calamita), Sommer-Feenkrebs (Branchipus schaefferi), Sommer-Schildkrebs (Triops cancriformis), Blauflügelige Sandschrecke (Sphingonotus caerulans), Knorpelmiere (Illecebrum verticillatum) und Hirschsprung (Corrigiola litoralis). Diese Arten zeigen eine nahezu ausschließliche Verbreitung auf Fahrspuren und in deren Kleingewässern, die durch Bodenverdichtung entstanden sind. Abschließend werden Vorschläge für ein künftiges Management aufgeführt, das die Erhaltung dieser und weiterer Pionierarten gewährleisten soll.

Borkenberge – Truppenübungsplatz – Panzerfahrspuren – Störungsabhängige Arten – Pionierlebensgemeinschaften – Pionierarten

DOI: 10.17433/8.2020.50153825.349-357

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1.8.2020