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Praxistauglichkeit frei verfügbarer Geodaten in Deutschland

Aus Ausgabe 11-2020

Praxistauglichkeit frei verfügbarer Geodaten in Deutschland – bundesweiter Vergleich anhand von Umweltverträglichkeitsprüfung und FFH-Verträglichkeitsprüfung

Von Kenneth Witt und Lucas Kaußen

Durch die europäische INSPIRE-Richtlinie (Infrastructure for Spatial Information in the European Community) wird die Bereitstellung freier Geodaten rechtlich vereinheitlicht. Es stellt sich allerdings die Frage, inwiefern die Geodatenangebote der Bundesländer in der Praxis untereinander vergleichbar sind und ob diese offenen Daten tatsächlich dem Anspruch der INSPIRE-Richtlinie gerecht werden, einen Nutzen für die Umweltschutzpraxis zu bieten. Zur Untersuchung dieser Fragen wurde am Beispiel der europäischen Instrumente der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und der Fauna-Flora-Habitat-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP) ein Katalog grundlegender Geobasisdaten aufgestellt. Die darin enthaltenen Daten wurden auf deren grundsätzliche Eignung für die Nutzung in den Verfahren überprüft – anhand von Parametern wie Verfügbarkeit, Maßstab, Aktualität, Datenverknüpfung und Lizenzen. Der Großteil der untersuchten Geodaten erfüllt diese grundlegenden Anforderungen nicht zufriedenstellend. Zwischen den Bundesländern sind z. T. große Differenzen zu erkennen, eine Praxistauglichkeit der angebotenen Geodaten kann keinem einzigen Bundesland attestiert werden. Zur Nutzung in formellen Verfahren bestehen  durchgehend noch zu viele Defizite. Ein bedarfsgerechteres, besser strukturiertes und dokumentiertes Geodatenangebot wäre dazu notwendig.

DOI: 10.17433/11.2020.50153849.473-478


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2.11.2020