Natur und Landschaft

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Relationale Umweltethik als Schlüssel zur Überwindung der globalen Biodiversitätskrise

Quelle/Bild: Grafik: Tina Heger

Aus Ausgabe 8-2020

Tina Heger

Einer der Hauptauslöser des weltweiten dramatischen Verlusts von Biodiversität ist die intensive Landnutzung – Naturschutz und Landwirtschaft scheinen miteinander unvereinbare Gegensätze zu sein. Die Idee, Mensch und Natur als sich entgegenstehend aufzufassen, war lange Zeit dominierend, sowohl in der wissenschaftlichen Ökologie als auch in der Umweltethik und im Naturschutz. Inzwischen finden sich aber immer häufiger Ansätze, die diese Zweiteilung überwinden. Einer dieser Ansätze ist die relationale Umweltethik: Hier wird argumentiert, jeder Mensch habe ein Recht auf ein „gutes Leben“ und damit ein Recht auf das Vervollkommnen aller spezifisch menschlichen Fähigkeiten – zu diesen zählt auch die Naturverbundenheit. Wenn man diese Argumentationslinie ernst nimmt, ergibt sich daraus, dass harmonische Verbindungen zwischen Mensch und Natur als wertvoll erachtet und gefördert werden sollten. Aktuelle internationale politische Grundsatzpapiere untermauern dies und formulieren als Vision für 2050 ein Leben im Einklang mit der Natur. Auch auf lokaler Ebene bedeutet dies, dass ein konstruktives Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz ethisch erstrebenswert ist.

Umweltethik – Biodiversitätskrise – Globaler Wandel – Weltbiodiversitätsrat – Rio-Konvention – Biodiversitätsschutz – Landnutzung

DOI: 10.17433/8.2020.50153831.372-374

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1.8.2020